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Nymphenbrunnen wird aufpoliert

Rathaus Kiel Nymphenbrunnen wird aufpoliert

Die „Nymphe“ im Kieler Rathaus soll am Freitag wieder auf ihren Sockel im Foyer gesetzt werden. Drei Wochen lang war die Brunnenfigur dann zur Reinigung und Restaurierung bei Corinna Krömer. Die Kalkkrusten hat die Restauratorin bei der 1,20 Meter großen Bronzeplastik entfernt.

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Der Brunnen der Bronze-Nymphe im Foyer des Rathauses wird zurzeit von Stephanie Silligmann und ihren zwei Auszubildenden restauriert.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. „Ansonsten ist sie in einem guten Zustand“, sagt Krömer, „nur die Wasserläufe würde ich verändern, da das Wasser immer ungünstig über die Arme und Hände läuft und somit Kalkrückstände hinterlässt.“ Der Klempner ist bereits bestellt.

Derweil restauriert Stephanie Silligmann mit Sophie Niedersberg und Clara Boetticher den Brunnen im Rathausfoyer. Niedersberg, die genauso wie Boetticher noch bis August ihr studienvorbereitendes Jahr absolviert, sitzt im Brunnen und meißelt in filigraner Fingerarbeit die Kalkkruste vom Sockel der Nymphenfigur. Eine erste Schicht hat sie schon abgetragen. „Es ist ein befriedigendes Gefühl, wenn die Steinoberfläche endlich zum Vorschein kommt“, erzählt die 20-Jährige.

Drei Frauen abwechselnd am Hammer

Da die Arbeit mit Hammer und Meißel ziemlich anstrengend ist, wechseln sich die drei Frauen damit ab. „Für die Arbeit als Restauratorin braucht man einen guten Blick und feinmotorische Begabung“, sagt Silligmann, die selbst in Hildesheim studierte. In Stormarn hat sie eine eigene Werkstatt, ist aber auch Mitglied im Restaurierungszentrum Kiel. Die beiden Anwärterinnen erfüllen diese Voraussetzungen. Zwei Wochen haben sie für die Instandsetzung des Brunnens eingeplant.

„Die Kalkkruste müssen wir so abnehmen, dass der Stein intakt bleibt, deshalb können wir da nicht mit großen Maschinen rangehen“, erklärt Silligmann. Zur Ausrüstung der Restauratorinnen gehört neben Hammer und Meißel daher sogar filigranes Zahnarztbesteck. Clara Boetticher kratzt vorsichtig mit einem Skalpell die Kalkablagerungen aus den Rillen der Brunnenwand. Mit Dampfreiniger und Küchenschwamm bearbeitet Silligmann den Brunnenrand. Ein letzter Grauschleier bleibt aber erhalten. „Wenn ich die Auflagerung nicht mehr vom Stein unterscheiden kann, dann lass ich es so“, erklärt die Restauratorin, „Gebrauchsspuren gehören zum Brunnen dazu.“ Der Denkmalbehörde sei es wichtig gewesen, dass der Brunnen nicht wie neu aussehe, sondern nur ästhetisch aufbereitet werde. Um ein stimmiges Gesamtbild wiederherzustellen, werden die von Kalkkrusten befreiten Steinflächen mit mikrokristallinem Wachs beschichtet. Im Wasserbecken selbst werden die Kalkablagerungen nicht entfernt. Die Instandsetzung des Brunnens und der Bronzefigur kostet mehrere Tausend Euro.

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