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Werben um die Jungen Wähler

Rathaus Werben um die Jungen Wähler

In knapp sieben Wochen wird der Landtag und in sechs Monaten der Bundestag neu gewählt. Aber wer vertritt eigentlich die Interessen von Jungwählern? Antworten auf diese Frage oder zumindest geballte Politikinformationen konnten Schüler am Montag im Kieler Rathaus finden.

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Große Neugier: Obwohl sich noch sieben andere Parteien im Rathaus präsentierten, bombardierten die Schüler vor allem die AfD-Politiker mit Fragen.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Der Junge Rat der Stadt hatte zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung Parteien, Organisationen und Schüler eingeladen. Das ließen sich die Politiker nicht entgehen: CDU, SPD, Grüne, FDP, SSW, Piratenpartei und die Linke waren mit Infoständen vertreten. Den mit Abstand größten Andrang bei dieser Veranstaltung mit dem Titel „Ich wähl’ mir die Welt“ erlebte jedoch die Alternative für Deutschland (AfD).

Die Schüler wollten von den AfD-Vertretern persönlich erfahren, wie sie denn stünden zur Homosexualität, zur Rolle der Frau, zu Migration und rechtsextremen Äußerungen einiger Parteivertreter. „Ich finde einige Aussagen aus der Partei wirklich dumm. Und ich bin extrem wütend, dass wir uns rechtfertigen müssen“, gab Student und AfD-Mitglied Eike Reimers zu, und sein Parteifreund Gerald Hohmann stellte klar: „Wir sind keine rechtsextreme, sondern eine konservative Partei. Wir tragen sogar dazu bei, dass alles in demokratischem Rahmen abläuft.“ Schülerin Amelie Harder (15) ließ die AfD-Männer wissen, dass sie sich in ihrer Freiheit eingeschränkt fühle, wenn das Frauenbild „von der Mutter hinter dem Herd“ verbreitet würde. Die Reaktion der Angesprochenen ging im Stimmengewirr unter. Heino Schomaker, Geschäftsführer der Heinrich-Böll-Stiftung, der die AfD-Gespräche moderierte, musste immer wieder Schüler bremsen und ermahnen, andere ausreden zu lassen: „Es ist schon sehr anstrengend“, sagte er in einer Pause, „Emotionen spielen eben eine große Rolle.“

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Ein Artikel von
Karen Schwenke
Lokalredaktion Kiel/SH

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