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Rathaus rüstet sich für Olympia

Vorbereitung des Bürgerentscheids Rathaus rüstet sich für Olympia

Das Land hat seit ein paar Wochen eins, die Stadt jetzt auch: ein Olympia-Büro. In beiden sollen nun die organisatorischen Fäden zur Olympia-Bewerbung zusammenlaufen. Im Kieler Büro geht es zudem auch noch um die Vorbereitung des Bürgerentscheids, der eigentlich im November stattfinden soll (KN-online berichtete). Sicher ist das offenbar aber noch nicht.

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Das sechsköpfige Team des Olympia-Büros im Kieler Rathaus ist komplett: Christian Riediger, Tillmann Voigt, Martina Hansen, Felix Schmuck, Bente Scherff und Martin Klein (von links) arbeiten nun auch im Zeichen der Ringe.

Quelle: Frank Peter

Kiel. „Unser Ziel ist eine möglichst zeitgleiche Abstimmung mit Hamburg. Aber dort will oder kann man sich bislang noch nicht auf einen konkreten Zeitpunkt dafür festlegen“, erklärte Stadt-Sprecherin Annette Wiese-Krukowska gestern bei der Vorstellung des Kieler Olympia-Büros. Noch sei es offen, ob Kiel mit dem Bürgerentscheid trotzdem vorangehe oder damit noch gewartet werde, bis Hamburg so weit sei.

 Hintergrund für die Verzögerung ist ein besonderer Umstand in der Hansestadt. Denn ein Referendum ist in der Landesverfassung bislang nicht vorgesehen, die dafür nun entsprechend angepasst werden müsste. Über Art und Umfang der Verfassungsänderung sowie die Abstimmungsmodalitäten eines Referendums hat die Hamburger Bürgerschaft noch nicht endgültig entschieden. Dies soll in zweiter Lesung im Parlament am 28. Mai geschehen.

 Die Zusammenarbeit mit dem Hamburger Partner prägt auch die künftige Arbeit des Kieler Olympia-Büros mit derzeit sechs Rathaus-Mitarbeitern aus diversen Ämtern, die jeweils mit halben Stellen unterschiedliche Aufgaben im Zeichen der Ringe wahrnehmen. Dabei geht es unter anderem um die Erstellung der gemeinsamen schriftlichen Bewerbung (Mini-Bid-Book), Gewinnung von Sponsoren in der Unternehmerschaft oder Entwicklung eines Bewerbungslogos.

 Besonderes Augenmerk richtet Teamleiter Christian Riediger (gleichzeitig auch Kieler-Woche-Chef) auf die Beteiligung der Kieler durch eine forcierte Öffentlichkeitsarbeit sowie durch den „Dialog Unser Olympia“. Nach der Auftaktveranstaltung am 26. Mai ab 19 Uhr in der Rathaus-Rotunde geht direkt im Anschluss die Info-Kampagne an sechs Kieler Standorten auf Tour, um Bürger zum Planungsstand zu informieren und ihre Meinung dazu einzuholen. „Ziel dabei ist, diese Rückmeldungen zu einem frühen Zeitpunkt einzuholen, um sie in die Machbarkeitsstudie einzuarbeiten“, betont Riediger.

 Die Bearbeitung dieser Studie bildet einen weiteren Schwerpunkt des städtischen Olympia-Büros. Dabei geht es dem Teamchef nicht nur um nötige Planungen inklusive Kostenermittlung zu Neubauten oder Verkehrswegen: „Genauso wichtig sind uns dabei die möglichen Nachnutzungen in den Jahren nach den Spielen unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit.“ Konkreteres zu weiteren Abstimmungsschritten in der Zusammenarbeit mit Hamburg lasse sich aber erst nach Gründung der gemeinsamen Bewerbungsgesellschaft sagen, die für Ende Mai vorgesehen ist.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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