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Tumult auf der Tribüne

Ratssaal Tumult auf der Tribüne

Die Ratsversammlung hatte noch gar nicht richtig angefangen, da ließ Stadtpräsident Hans-Werner Tovar sie am Donnerstag unterbrechen. Mitglieder von antifaschistischen Intitiativen hatten auf den Zuschauertribünen Transparente entrollt, Statements zur Flüchtlingspolitik abgegeben und zum Teil menschenverachtende Beschimpfungen geäußert.

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Stadtpräsident Hans-Werner Tovar ließ die Zuschauertribüne räumen.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Weil das Reglement der Ratssitzungen grundsätzlich politische Äußerungen von Besuchern verbietet, sprach Tovar ein Hausverbot für die Demonstranten aus und ließ die Zuschauerränge von Polizeibeamten räumen.

 Oberbürgermeister Ulf Kämpfer war sichtlich empört über den Auftritt einiger Demonstranten: „Sicher passieren auch bei der Stadt Fehler. Aber niemand hat ein Alleinmonopol auf Humanität. Solche Auftritte lenken uns nur ab von den großen Aufgaben, vor denen wir stehen.“

 Auch der SPD-Ratsherr Benjamin Raschke meinte: „Dieser Auftritt hilft überhaupt keinem einzigen Flüchtling.“ Lydia Rudow, grüne Fraktionsvorsitzende, fügte hinzu: „Ohne das Engagement von freiwilligen Helfern wäre es Dienstagnacht am Hauptbahnhof zur Notsituation gekommen. Dafür Dank an alle Helfer. Aber Schuldzuweisungen sind nicht angebracht und kontraproduktiv.“

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