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Das Freibad Katzheide bleibt erhalten

Ratsversammlung Das Freibad Katzheide bleibt erhalten

Jetzt hat die Bürgerinitiative „Katzheide Ja!“ zumindest alle politischen Hürden genommen: Die Kieler Ratsversammlung beschloss am Donnerstabend mit großer Mehrheit (die CDU enthielt sich) den Erhalt des Freibades in Kiel-Gaarden.

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Hartmut Jöhnk (links) von der Bürgerinitiative „Katzheide Ja!“ erklärte SPD-Ratsherr Torsten Stagars noch einmal seine Position.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Trotz des Versprechens von SPD-Ratsherr Torsten Stagars („jetzt und zukünftig wird es dort eine Schwimmmöglichkeit geben“) hinterließ die Entscheidung unter dem Strich mehr Fragen als Antworten.

So umwehte die dazu verabschiedeten Anträge der Nimbus eines Blankoschecks. Denn die Frage, wie viel Geld die Stadt zum Erhalt des Badevergnügens in Gaarden hinblättern muss, blieb unbeantwortet. Mit der Vorlage erster Schätzungen dazu rechnete Sportdezernent Gerwin Stöcken am 13. November. Angesichts der städtischen Haushaltssituation hielt es die CDU-Fraktion in ihrem (abgeschmetterten) Antrag für „unredlich“, eine Weiterführung des Bades in der bisherigen Form in Aussicht zu stellen.

 Doch auch der von SPD, Grünen und SSW durchgedrückte Antrag wirft Fragen zum künftigen Konzept eines „Schwimmbades Katzheide“ auf. So wird die Verwaltung beauftragt, zunächst die notwendigen Reparaturarbeiten bis zum Start der Badesaison 2016 vorzunehmen. Eine Kostenschätzung soll dann klar machen, welche Arbeiten „darüber hinaus erforderlich“ sind, um einen „Weiterbetrieb verantwortbar zu realisieren“. Zudem sieht der Beschluss eine Prüfung vor, „wie ein Betriebs- und Betreibermodell ausgestaltet werden kann, um den langfristigen Betrieb sicherzustellen.“

 Insbesondere die Christdemokraten witterten in diesen Formulierungen Unredlichkeit der Antragssteller. „Meinen Sie wirklich, was Sie sagen?“, fragte CDU-Fraktionschef Stefan Kruber mit Zweifel in der Stimme, „ein modernes Bad steht jedenfalls nicht in Ihrem Antrag“. Die Erhaltung eines „Sozialraumes“ Katzheide mit „Wasserspaßplatz“ könne sich die CDU ja vorstellen, wenn alles in einem „realistischen Kostenrahmen“ bleibe.

 Eine Grundsatzdiskussion zur künftigen Nutzung von Katzheide bog Fraktionschefin Lydia Rudow jedoch ab: „Es geht nicht mehr darum, ob das Bad erhalten wird, sondern nur noch um das Wie.“

 Wie berichtet, hatte die Bürgerinitiative „Katzheide Ja!“ 8900 gültige Stimmen zum Erhalt des Bades gesammelt und damit theoretisch einen Bürgerentscheid erzwungen. Abgewendet wurde dieser nur durch den jetzt gefassten Ratsbeschluss.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Am Dienstag,  1. März, gibt es um 18 Uhr in der Hans-Christian-Andersen-Stadtteilschule eine erste Infoveranstaltung zur Zukunft des in die Jahre gekommenen Freibades Katzheide in Gaarden.

Später als zunächst vorgesehen kommt die Bürgerbeteiligung zur Weiterentwicklung des Sommerbades Katzheide in Gang. Aus nachvollziehbarem Grund, denn zunächst wollten die Verantwortlichen im Rathaus das Ergebnis des entsprechenden Bürgerbegehrens abwarten. Nun wird es ernst mit der Bürgerbeteiligung.

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