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Ratsversammlung Kiel Schüler übergeben Resolution

Zur Sitzung des Stadtparlaments (Donnerstag, ab 16 Uhr im Ratssaal) werden protestierende Schüler des Regionalen Bildungszentrums 1 erwartet. Auch das Thema E-Scooter wird wieder hohe Wellen schlagen.

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Für Sandra Schönemann (44) und Jan Schmidt (44) auf ihren E-Scootern bleiben die Türen der KVG-Busse geschlossen.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Die Schüler wollen den Kommunalpolitikern eine Resolution überreichen, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen: An der ehemaligen Ludwig-Erhard-Schule musste im März/April der Unterricht im maroden Hochhaus ausfallen, nachdem Experten Brandschutzmängel festgestellt hatten. Etwa 1500 Jugendliche wollen ab 13 Uhr von den Standorten Königsweg und Westring aus bis zum Kleinen Kiel demonstrieren. Eine Abordnung von etwa 30 bis 40 Schülern wird die Ratsversammlung verfolgen, obwohl das Thema RBZ 1 erst im Juli auf der Tagesordnung steht.

Das Thema E-Scooter wird vermutlich wieder hohe Wellen schlagen. Betroffene hatten nach der Entscheidung des Kieler Landgerichts mit Unverständnis auf die juristische Absegnung des Mitnahmestopps für E-Scooter in den Bussen der Kieler Verkehrsgesellschaft reagiert. Das Unternehmen verwies auf Sicherheitsgutachten und eine fehlende bundeseinheitliche Regelung. In einem Antrag an die Ratsversammlung fordern SPD, Grüne und SSW solche Standards und von den Herstellern, „endlich bustransporttaugliche E-Scooter anzubieten“. Die von der KVG gefundene Zwischenlösung, für E-Scooter-Fahrer ein Ruftaxi-System seit dem 1. März einzuführen, begrüßen die drei Fraktionen ausdrücklich.

Weitere Themen im Rat sind neben den rechtlichen Bedenken gegen ein Platzverbot für Zirkusse mit Wildtieren Kiels Finanzen und der Zehn-Punkte-Plan Wirtschaft des Kieler Oberbürgermeisters Ulf Kämpfer. Als Grundlage diente dem Verwaltungschef unter anderem die Unternehmensumfrage, die nur durchschnittliche Noten für die städtische Wirtschaftsförderung ergab. Die Kieler Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Kiwi) wird strategisch neu ausgerichtet, um die Wirtschaftsfreundlichkeit zu steigern. Firmenbesuche, regelmäßige Dialogrunden mit Schwerpunktthemen, besserer Service, Beratung zum Thema „Fachkräftemangel“ sowie die Verantwortung für ein schlagkräftigeres Standortmarketing stehen dabei ganz oben auf der Agenda.

 Die Kiwi, betonte Kämpfer, solle künftig nicht nur als Vermarkter von Gewerbeflächen auftreten, sondern auch die Kompetenzen in der aktiven Projektentwicklung für Gewerbeflächen und Immobilien ausbauen.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Etwa 1500 Berufsschüler demonstrieren am Donnerstag in Kiel für bessere Bedingungen an ihren Schulen.

Mit maximal 1500 Teilnehmern hatten die Organisatoren ja gerechnet, dank bestem Wetter und bestens funktionierender Kommunikationswege in sozialen Netzwerken schlossen sich nach Polizeiangaben am Donnerstagmittag dann doch rund 2000 Schüler und Lehrer des Regionalen Berufsbildungszentrums I (RBZ) dem langen Demonstrationszug durch die Innenstadt an.

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