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Tiefgarage unter Rathausplatz wird geprüft

Ratsversammlung Kiel Tiefgarage unter Rathausplatz wird geprüft

Die Vision einer Tiefgarage unter dem Rathausplatz wird jetzt zumindest auf ihre Realitätstauglichkeit hin überprüft. Mit breiter Mehrheit – nur die Linke stimmte dagegen – verabschiedete die Ratsversammlung einen entsprechenden Prüfauftrag an die Norddeutsche Grundstücksentwicklungsgesellschaft.

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Könnte es so aussehen? Eine Fotomontage zum geplanten Parkhaus unter dem Rathausplatz in Kiel.

Quelle: Ulf Dahl (Montage)

Kiel. Die Fraktionen waren sich im Rat weitgehend einig: Das Großprojekt passe zur künftigen Umgestaltung der Innenstadt durch den Kleinen Kiel-Kanal und den damit komplett veränderten Verkehrsströmen. Auch die Unternehmen der Region könnten nach Einschätzung der CDU von Planung und Durchführung des Großprojektes profitieren.

Mysteriös erschien CDU-Ratsherr Wolfgang Homeyer allerdings der mit verabschiedete Vorschlag der Kooperation. Danach soll die Verwaltung im Fall einer Realisierung der Rathausplatz-Tiefgarage auch den Anna-Pogwisch-Platz sowie den Platz im Bereich Küterstraße/Faulstraße gestalterisch aufwerten. Bislang dienen beide Plätze als Parkflächen.

Experten kritisierten heftig

„Für wen ist denn die beabsichtigte Steigerung der Aufenthaltsqualität dort gedacht? Für Bürger oder parkende Autos?“, fragte Homeyer. Falls dort künftig Parkplätze wegfallen sollten, bedeute dies eine massive Verschlechterung der Erreichbarkeit von Innenstadt-Geschäften. Eine Antwort blieben Antragssteller und Verwaltung schuldig. Bis zu einer möglichen Realisierung einer Rathaus-Tiefgarage ist es aber noch ein weiter Weg. Nach einer Prüfung durch die Entwicklungsgesellschaft im Zeitraum etwa eines Jahres zeige sich, ob und wie sich das Projekt überhaupt umsetzen lasse.

Wie berichtet, hagelte es von Experten bereits heftige Kritik. Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadt- und Regionalplaner monierten: Das Tiefgaragenprojekt stelle einen der eindrucksvollsten Plätze der Stadt infrage.

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Rathausplatz
Foto: Architekt Peter Hense hat ab 1970 im Rahmen der bevorstehenden olympischen Segelwettbewerbe an der Umgestaltung des Kieler Rathausplatzes gearbeitet. Jan Koblasas Werk „Nachbar“ vorm Standesamt wurde 1972 zur Olympia-Eröffnung aufgestellt.

Brechen neue Zeiten für den Rathausplatz in Kiel an? Überirdisch soll ein Dorf mit 60 Buden bereits im nächsten Advent Weihnachtsstimmung verbreiten, außerdem soll die Idee einer Tiefgarage geprüft werden. Ein wenig überrumpelt von den neuen Plänen wirkt der Architekt des Platzes: Prof. Peter Hense.

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