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Letzter "Warnschuss" für 19-Jährigen

Raub und Einbruch Letzter "Warnschuss" für 19-Jährigen

Das Opfer (17) des Rollkommandos vom Januar 2016 war mit zwei Kumpels gerade „dezent benebelt am Chillen“, als bis zu acht junge Männer teilweise maskiert in sein Elternhaus einbrachen. Ihr Wortführer (19) wurde jetzt des gemeinschaftlichen Wohnungseinbruchsdiebstahls schuldig gesprochen.

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Der 19-jährige Wortführer des Rollkommandos wurde jetzt des gemeinschaftlichen Wohnungseinbruchsdiebstahls schuldig gesprochen.

Quelle: Angelika Warmuth

Kiel. In das Urteil für die Tat in Kiel-Elmschenhagen wurde ein Raub mit Körperverletzung einbezogen, den der Angeklagte sechs Wochen später begangen hatte: Unter dem Vorwand, er suche einen Döner-Imbiss, hatte der Angeklagte einen hilfsbereiten 16-Jährigen aus einem Supermarkt in eine abgelegene Ecke gelockt. Dort schlug er dem Schüler plötzlich ins Gesicht, knöpfte ihm sein hochwertiges Smartphone im Wert von 500 Euro samt Zubehör und sein Portemonnaie ab.

Für diesen Überfall war der 19-Jährige bereits vor einem halben Jahr zu 500 Euro Schmerzensgeld, 60 Arbeitsstunden und einem Anti-Gewalt-Training verurteilt worden. Keine dieser Weisungen hat er bisher erfüllt. Deshalb brummte das Gericht ihm jetzt auch noch zwei Wochenendarreste auf. Zwei Jahre bleibt der Angeklagte unter besonderer Beobachtung des Gerichts. Das könnte bei weiteren Straftaten nachträglich die Verbüßung von Jugendstrafe anordnen.

Der Staatsanwalt ließ den ursprünglichen Anklagevorwurf der Raubtat fallen. Am Einbruch bestehe jedoch kein Zweifel. Nun muss der 19-Jährige insgesamt 900 Euro Wiedergutmachung aufbringen. Die beiden Freizeitarreste solle er als „Warnschuss“ begreifen, riet ihm die Vorsitzende.

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