21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Über den Tellerrand hinausgeblickt

Ravensberg Über den Tellerrand hinausgeblickt

Nachhaltigkeit, Globalisierung, Selbsthilfe, Gesundheit – diese Themen standen in dieser Woche am Regionalen Berufsbildungszentrum (RBZ) Wirtschaft auf dem Programm. Bei der elften Auflage des landesweit einmaligen Markts der Möglichkeiten hatten die Schüler Gelegenheit, einen Blick über den „Tellerrand“ des Schulalltags hinaus zu werfen.

Voriger Artikel
Alles Wissenswerte über Hip-Hop
Nächster Artikel
Die Besatzer spielten mit

Am Stand des Guttempler-Jugend Zentrums Kiel (rechts Erika Labeda) haben Theresia Mölck (v.l.), Annkatrin Hötzsch, Peykan Sarper und Yannick Fey mit einer Rauschbrille getestet, wie ein „Pegel“ von 1,3 Promille das Handlungsvermögen einschränkt.

Quelle: Christoph Jürgensen

Ravensberg. Zwei Tagen lang stellten Vereine, Stiftungen und Selbsthilfeorganisationen sich und ihre Arbeit vor. Die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V., der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein, der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein und der Selbsthilfekontaktstelle Kibis Kiel hat bereits Tradition. Informieren, diskutieren, ausprobieren – An beiden Tagen konnten die Schüler aus einem umfangreichen Filmprogramm wählen und sich an Diskussionsrunden zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen wie soziale Gerechtigkeit, Fairer Handel oder Globalisierung beteiligen.

 Außerdem sind die RBZ-Schüler, ihre Lehrer genauso wie Besucher von anderen Schulen an zahlreichen Ständen mit Fachleuten ins Gespräch gekommen und haben sich mit Informationsmaterial über ganz verschiedene Problembereiche wie Alkohol, Essstörungen, Krebs oder Menschenrechte versorgt. „Hier kann man Themen kennenlernen, denen man im Alltag nicht unbedingt begegnet, und wichtige Infos sammeln, die man vielleicht noch brauchen wird“, sagt Peykan Sarper. „Krankheiten können jeden treffen, auch einen selbst oder Familienmitglieder“, ergänzt Mitschülerin Annkatrin Pötzsch, „Hier kann man erfahren, wo man Hilfe bekommt.“

 Um den Schülern einen umfassenden Überblick über das Angebot des Marktes zu verschaffen, hatte das Organisationsteam rund um den Lehrer Martin Sämann eine Rallye mit Fragebogen zusammengestellt. „Die Veranstaltungen sollen die Schüler zur kritischen Reflexion anregen“, erklärt Sämann, „Die Themenpalette ist bewusst breit gefächert, um den Schülern über den Unterrichtsalltag hinaus die Möglichkeit zu geben, sich gemeinsam mit Experten mit alltäglichen Problemen auseinanderzusetzen.“

 Zur Vorbereitung des Marktes haben sich einige Schulklassen schon am Vortag unter dem Motto „Schule im Gespräch“ zusammen mit Fachleuten mit den Themen Ernährung, Erzeugung, Verarbeitung, Vermarktung und Qualität beschäftigt. „Eine gute Idee“, findet Schulleiter Wulf Wersig. Denn als Schule mit wirtschaftlichem Schwerpunkt müsse man den drängenden Fragen der Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit entsprechenden Raum geben.

 Der Markt der Möglichkeiten ist eine tragende Säule des Schulkonzepts, dessen Schwerpunkt die Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3