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„Europäischer Stationenweg“ kommt nach Kiel

Reformation im Norden „Europäischer Stationenweg“ kommt nach Kiel

Welche Wirkung die reformatorische Lehre auf dem gesamten Kontinent entwickelte, nimmt daher der „Europäische Stationenweg“ in den Blick. Am Sonnabend, 29. April, macht das Projekt auf dem Kieler Rathausplatz halt.

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Die Reiseroute des Trucks umfasst insgesamt 67 Orte, 19 Staaten und 47 unterschiedliche Kirchen. Kiel ist die einzige Station auf dem Gebiet der Nordkirche.

Quelle: Cornelia Kirsch

Kiel. Kernstück des „Stationenweges“ ist ein schnöder, blauer, rund 33 Tonnen schwerer Lkw. Doch der hat es in sich: Er ist bereits jetzt bis an den Rand gefüllt mit lokalen und regionalen Geschichten aus fünf Jahrhunderten Reformation. Eingesammelt hat sie das Team auf den bisherigen Etappen ihrer Europa-Rundreise, die im November vergangenen Jahres in Genf, der „Hauptstadt der Ökumene“, begonnen hat.

Der Großteil der Strecke ist bereits geschafft. Entsprechend viele Texte, Videos und Fotos sind schon auf dem Internet-Blog des Projekts zu finden, freut sich Silke Roß, Sprecherin der Arbeitsstelle Reformationsjubiläum der Nordkirche. „Sich da durchzuklicken, ist total spannend“, sagt sie. „Überall in Europa ist die Reformation ganz unterschiedlich verlaufen.“ Wer sich alle Beiträge anschauen wolle, müsse dafür ganz schön viel Zeit mitbringen.

Die Reiseroute des Trucks umfasst insgesamt 67 Orte, 19 Staaten und 47 unterschiedliche Kirchen. Kiel ist die einzige Station auf dem Gebiet der Nordkirche. Bereits ab Dienstag soll ein großer Torbogen an prominenter Stelle, dem Asmus-Bremer-Platz, auf den bevorstehenden Besuch hinweisen. Am Freitag, 28. April, wird das Team dann um 19 Uhr in der St. Nikolaikirche begrüßt, kündigt Roß an. In der um 19 Uhr beginnenden Veranstaltung wird unter anderem der emeritierte Kieler Theologie-Professor Johannes Schilling über den Verlauf der Reformation in den Herzogtümern Schleswig und Holstein berichten. Außerdem werden Schauspieler aus Briefen vortragen, die Martin Luther 1528 höchstselbst an die Förde geschickt hatte. Zu diesem Zeitpunkt eskalierte hier ein Streit zwischen dem der lutherischen Lehre anhängenden Prädikanten Marquard Schuldorp und dem schwärmerischen Laienprediger Melchior Hoffman.

Am Sonnabend, 29. April, wird der Truck dann von 10 bis 18 Uhr die bunte Vielfalt seiner Geschichten auf dem Rathausplatz präsentieren – und weitere einsammeln. Im Rahmenprogramm ist ein Mitsingkonzert mit der von Kirchentagen bekannten Musikerin Miriam Buthmann geplant. Darüber hinaus soll es laut Roß eine „Alternative Stadtführung“ sowie Poetry-Slam geben. Am Nachmittag werden Bischof Gothart Magaard, Stadtpräsident Hans-Werner Tovar und Kiels legendärer Bürgermeister Asmus Bremer beim Truck vorbeischauen.

Der Blog „Geschichten auf Reisen“ ist unter r2017.org/europaeischer-stationenweg/blog zu lesen. Einzelheiten zum Programm werden demnächst unter www.reformation-im-norden.de veröffentlicht.

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