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Vertraute Zinne ist wieder zu erkennen

Kieler Wasserturm Vertraute Zinne ist wieder zu erkennen

Ein Kieler Wahrzeichen erwacht zu neuem Leben: Über viele Monate war vom Wasserturm auf dem Ravensberg kaum etwas zu sehen. Nun ist der markante Backsteinbau aus seinem stählernen Korsett befreit worden, und die frisch herausgeputzten Außenmauern sind zum Vorschein gekommen.

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Über viele Monate ragte der alte Wasserturm wie ein hohler Zahn in die Höhe. Vor einigen Wochen hat er seine Haube zurückbekommen, die inzwischen fast komplett ist.

Quelle: Christoph Jürgensen

Kiel. Bis Ende Februar 2016 sollen alle 34 Wohnungen in dem ehemaligen Zweckbau vollendet sein.

Wenn die Sonne darauf scheint, funkelt die neue Spitze des Wasserturms auf dem Ravensberg weithin sichtbar mit ihrem glänzenden Kupferdach. Aber auch bei herbstlichen Lichtverhältnissen ist schon von Ferne die vertraute Zinne wieder zu sehen. Der Wasserturm hat seine „Pickelhaube“ zurückbekommen. Die zuständige Dachdeckerei Plaumann hat zusammen mit der am Bau beteiligten Holzbaufirma Rogge die alte Spitze wieder auf Hochglanz gebracht. Bis auf einige ausgetauschte Holzsparren ist das Innenleben dasselbe geblieben und von außen mit Kupferblech neu verkleidet worden. Auch in der Haube darunter, die inzwischen mit tiefschwarzem Naturschiefer eingedeckt ist, steckt weitgehend das Original-Gerüst. Das Mauerwerk, auf dem es ruht, ist allerdings vollständig neu. Der alte Unterbau der „Pickelhaube“ war nicht mehr zu retten. Die neue Turmkrone ist nun fast fertig. Rundherum sind noch letzte Dachdeckerarbeiten in Gange. Innerhalb der nächsten 14 Tage sollen noch die Fenster eingesetzt werden, die die künftige Aussichtsplattform der Turmbewohner komplett machen.

Nachdem das Baugerüst rund um das kaiserzeitliche Baudenkmal entfernt und auch der riesige Kran abgebaut worden ist, erscheint die wuchtige Außenhaut des Wasserturms wie gerade erst aufgemauert. Die Backsteinfassade hat sich einer gründlichen Reinigung unterzogen. „Dabei wurde sie teilweise neu verfugt, und beschädigte Steine wurden ausgetauscht“, berichtet Projektleiter Michael Kelm. Jedes einzelne Fenster im Altbau wurde nach historischem Vorbild neu angefertigt und – in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde – eingebaut. Alles in allem sind die Arbeiten am äußeren Erscheinungsbild des alten Wasserturms so gut wie abgeschlossen. Was jetzt auf dem Ravensberg stattfinde, sei im Prinzip ganz normaler Wohnungsbau, sagt Kelm. Allerdings mit besonderen Anforderungen.

Zurzeit werden Fassaden und Terrassen im Wallbereich „in Form“ gebracht. Die Tiefgarage ist bis auf letzte Pflasterarbeiten und die Zufahrt fertig – alle 75 Parkplätze sind verkauft. Der Wohnungsbau im Erdgeschoss ist nahezu abgeschlossen, während im sechsten Obergeschoss gerade erst der Estrich eingebracht wird. Irgendwo dazwischen bewegt sich jeweils der Stand der Bauarbeiten in den anderen Etagen. Elektriker und Sanitärinstallateure sind teilweise noch in der Rohmontage, teilweise bereits in der Endmontage. Eine besondere Herausforderung seien die Malerarbeiten in den Wohnungen mit bis zu sieben Meter hohen Decken, sagt Kelm.

Bis Ende Februar 2016 will der Hamburger Bauträger BPB das besondere Wohnungsbauprojekt vollendet haben. Bis Ende April sollen dann alle Bewohner ihre Wohnungen bezogen haben. Wen das Wohnen im Wasserturm reizt: Zwei der exklusiven Appartements sind noch zu haben, eines davon ist allerdings bereits reserviert.

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