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Beim „Düt“ geht’s ab ins Becken

Rettungsschwimmen Beim „Düt“ geht’s ab ins Becken

Die Wasserwacht Kiel dominierte den Landeswettbewerb im Rettungsschwimmen. Dieser wurde am Wochenende in Rendsburg ausgetragen.

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Flossen lassen sich auch an den Händen tragen: Der zwölfjährige Jeremy aus Kiel hatte vor dem Landeswettkampf der Wasserwacht noch Zeit für ein bisschen Spaß.

Quelle: Beate König

Kiel/Rendsburg. Mit einem dreifachen „Patschnass!“ als Schlachtruf eröffnete Sven Schröder, Landesleiter der DRK-Wasserwacht, den Landeswettbewerb im Rettungsschwimmen im Schwimmzentrum Rendsburg. 120 Jugendliche und Erwachsene aus 13 Teams maßen sich zwei Tage lang in den verschiedensten Disziplinen, zu denen Wettschwimmen, Wasserrettung und Erste Hilfe an Land zählten.

Elf Sportler im Alter von elf bis 16 Jahren und Erwachsene von der Wasserwacht Kiel starteten beim Landesentscheid in vier Altersklassen. Trainer Ole Schulz hatte die Staffeln noch kurz vor dem Start in der Halle eingeteilt. Die Kieler Schwimmer heimsten zwei erste Plätze ein. Schon in der Halle bedankten sich die Jugendlichen der Schwimmerstaffeln aus Kiel nach jedem Sieg mit frenetisch gellenden „Silke Mau! Silke Mau!“-Rufen bei ihrer Trainerin.

 „Wir wollen keine reinen Leistungsschwimmer-Teams. Die Anforderungen in den Wettkämpfen sollen für jedes Wasserwacht-Mitglied erreichbar sein. Ist von vornherein klar, wer siegt, bringt der Wettbewerb keinen Spaß mehr“, betonte Wasserwacht-Leiter Sven Schröder, der die Meisterschaft zum ersten Mal in der Halle in Rendsburg und in der Hugo-Junkers-Kaserne in Alt Duvenstedt ausgerichtet hatte. In der Kaserne fand der trockene Teil statt: Die Rettungsschwimmer wurden in einem theoretischen und einem praktischen Teil auf ihr Erste-Hilfe-Wissen getestet.

Was Sven Schröder freute: Für die Veranstaltung stellten die Stadtwerke die Halle und die Bundeswehr die Übernachtung mit Verpflegung in der Kaserne kostenlos zur Verfügung. „Es ist für die Teilnehmer immer eine Herausforderung, in einer anderen und größeren Halle zu schwimmen“, sagte Schröder. Die Aufgaben im Wasser für die zukünftigen Lebensretter hatten es in sich: Die jüngsten Schwimmer mussten im Wasser einen Ball vor sich hertreiben, ältere mit Nesseljacke oder einem kompletten Anzug auf Zeit Bahnen schwimmen. Ringetauchen stand für die Jüngeren, eine 25-Meter-Bahn komplett durchtauchen für die Erwachsenenstaffel auf dem Turnierprogramm.

Jedes Team hatte seine Methode, um den Siegeswillen und den Mannschaftsgeist zu stärken: Die Dithmarscher Schwimmer ließen sich von Gesa Clausen Kugelschreiber-Tattoos mit guten Wünschen auf Arme und Rücken malen. Die erfahrene Wettkampfschwimmerin erklärte ihrer jüngeren Schwester Meike (22) nochmal die Startsignale aus der Schiri-Pfeife: Bei „düüt“ auf den Startblock, bei „düüt, düüt“ fertig machen, beim nächsten „Düt“ ab ins Wasser. Bei ihrem 50 Meter langen Tauchparcours im Becken zeigte die 26-jährige Gesa Clausen zwar an einer Profi-Wende mit kombiniertem Atemzug, dass sie neun Jahre Wettkampferfahrung zur Wasserwacht mitbringt. Für einen Platz auf dem Treppchen reichte die Gesamtleistung jedoch nicht. „Meine stärkste Disziplin ist Schmetterling“, erklärte Gesa Clausen hinterher. Landesbeste in der Altersklasse I wurde die Wasserwacht Nordfriesland, in der Altersklasse II und in der Altersklasse III Kiel, bei den Erwachsenen siegte der Kreisverband Lübeck.

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