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Anleger erst im August fertig

Reventloubrücke in Kiel Anleger erst im August fertig

Die Reventloubrücke wird zur Kieler Woche definitiv nicht fertig. Wie Udo Weißel vom Tiefbauamt im Bauausschuss erklärte, hätte die Kampfmittelsondierung deutlich länger gedauert als ursprünglich geplant.

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Die Reventloubrücke wird zur Kieler Woche definitiv nicht fertig.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Damit die Veranstalter ihre Buden und Zelte aufbauen können, wird die Baustelle geräumt.

 „Der Wasserbau ist ein Spezialfall, weil durch das Rammen und Rütteln viel Energie in den Boden gebracht wird“, erklärte Weißel. Dadurch könnten Blindgänger wesentlich leichter explodieren. Die Sondierung ist deutlich schwieriger als an Land. Auch mit einer Luftbildauswertung komme man beim Wasserbau nicht weit. Aus diesem Grund wurde eine Spezialfirma beauftragt, die drei Taucher abstellte. Die Männer haben den Untergrund mit Stangen und Händen abgesucht und jeden verdächtigen Gegenstand freigespült. „Das ist sehr teuer und geht langsam vonstatten“, so Weißel. Zwölf Wochen hätten die Arbeiten gedauert und 350000 Euro gekostet.

 An drei Stellen waren die Taucher sicher, Bomben gefunden zu haben – letztendlich war es aber nur Schrott, der ausgebuddelt wurde: Räder, ein Propeller und alte Pfähle. Die aufwändige Sondierung ist in einem neuen Gesetz geregelt. Vor dem Umbau des Bootshafens beispielsweise ist die Stadt anders vorgegangen: „Wir haben einen Bagger auf einen Ponton gesetzt und mit dem Greifarm den Untergrund vorsichtig abgesucht“, so Weißel. Er hatte auch gute Nachrichten: Die Pontons der neuen Schwimmbrücke werden in Hamburg gefertigt und sind fast fertig: „Wir avisieren den August mit der Fertigstellung der Reventloubrücke an.“

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