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"Rottweil" spürt Minen auf

Minensuchgeschwader "Rottweil" spürt Minen auf

Im Schwarzen Meer gibt es aus beiden Weltkriegen noch große Mengen Munition. Die Nato hat daher einen ihrer ständigen Einsatzverbände zur Minenabwehr jetzt für drei Wochen dorthin geschickt. Mit dabei ist auch die „Rottweil“ des 3. Minensuchgeschwaders aus Kiel mit seinen 40 Soldaten an Bord.

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Kieler Marinesoldaten halfen bei der Sprengung zweier Minen im Schwarzen Meer.

Quelle: NATO

Kiel. Das von Korvettenkapitän Stefan Oeggl geführte, 54 Meter lange Boot ist Teil des Geschwaders, dem auch Einheiten aus Polen, Rumänien, Spanien und der Türkei angehören. Kurz vor dem Ende ihres Einsatzes im Schwarzen Meer hatten die Soldaten aus Kiel und aus Spanien jetzt Erfolg: Zusammen mit dem spanischen Minenjäger „Duero“ konnte die „Rottweil“ unweit der Nordzufahrt des Bosporus zwei Seeminen aufspüren, die auf dem Grund lagen und wahrscheinlich aus dem Ersten Weltkrieg stammten. Bei der genauen Untersuchung kamen Taucher und auch Drohnen zum Einsatz. Wie das Nato-Marinekommando in Northwood bei London mitteilte, wurden beide Minen inzwischen unschädlich gemacht.

Begonnen hatte der Einsatz im Schwarzen Meer für die „Rottweil“ am 4. März mit der Bosporuspassage. Erste Station war nach Mitteilung der Nato das rumänische Seemanöver „Poseidon“ vom 5. bis 13. März. Danach besuchte der Verband die Ukraine und nahm am Montag Kurs auf Istanbul. Zum Abschluss steht für die Soldaten an diesem Wochenende ein Landgang in Istanbul auf dem Programm. Dabei gibt es auf militärischer Ebene das, was auf politischer Ebene derzeit kaum denkbar ist: Die 40 Soldaten der „Rottweil“ bildeten zusammen mit den 40 Soldaten des türkischen Minenjägers „Alanya“ am Liegeplatz eine Einheit.

Die „Rottweil“, eines von zwei Minentauchereinsatzbooten der Deutschen Marine, hatte Kiel Ende Januar verlassen. Sie wird bis Ende Juni Teil des Nato-Verbandes sein.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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