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Hier entsteht Kiels neue Visitenkarte

Rund um den Bootshafen Hier entsteht Kiels neue Visitenkarte

Es ist eine der größten Baustellen, die das Gesicht der Kieler Innenstadt in den nächsten Jahren radikal verändern werden. Nachdem der frühere C&A-Gebäudekomplex und große Teile der Markthalle am Bootshafen verschwunden sind, kann im Frühjahr 2018 mit dem Bau eines neuen Quartiers begonnen werden.

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Der frühere C&A-Komplex ist praktisch weg. Der Abriss werde in diesen Tagen abgeschlossen sein, erklären die Investoren des Quartiers am Bootshafen.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Der Abriss, der Platz für den Bau von zwei Drei-Sterne-plus-Hotels der Success Gruppe mit insgesamt 239 Zimmern und etwa 115 Eigentumswohnungen am Bootshafen schaffen soll, endet in den nächsten Tagen. Die Investoren, die mehr als 50 Millionen Euro für die Entwicklung des Quartiers veranschlagen, sind optimistisch: Nach dem Baubeginn im nächsten Frühjahr rechnen sie damit, dass der Bootshafen Ende 2019 im neuen Glanz erstrahlt.

Vor einem Jahr gab die Deutsche Immobilien Entwicklungs GmbH als Eigentümerin des 6800 Quadratmeter großen Filet-Grundstücks im Herzen der Innenstadt bekannt, dass die Pächterin im Neubau an der Ecke Andreas-Gayk-Straße/Holstenbrücke die Drei-Sterne-plus-Hotels der Marken Ibis Styles und Adagio access betreibt. Sie ergänzt das Angebot durch ein großflächiges Restaurant im Erdgeschoss nach ihrem selbst entwickelten Konzept unter dem Titel „Mike’s Urban Pub“.

Das neue Ensemble wird neben den beiden Hotels ein Wohngebäude an der Hafenstraße mit Platz für etwa 45 Wohnungen und Penthouses mit Blick auf die Kieler Förde bieten. Auf einer Fläche von 500 Quadratmetern wird an der Ecke Andreas-Gayk-Straße/Holstenbrücke im Erdgeschoss Einzelhandel und Gastronomie einziehen. In den oberen Stockwerken sind 60 bis 70 Wohneinheiten geplant, im Erdgeschoss 80 Garagenstellplätze für Besucher und Gäste des Quartiers.

Auch angesichts bekannt gewordener Hotelpläne im selben Segment sind die Investoren zuversichtlich: Man verfüge mit der Lage über die größtmögliche Zentralität und gehe mit den Hotels als einer der Ersten an den Start, erklärte Henning Laubinger, Geschäftsführer der Deutschen Immobilien Entwicklungs GmbH. Er räumte jedoch ein, überrascht über die Vielzahl der neuen Hotels zu sein, die in Kiels Zentrum drängen. Politik und Stadt seien gut beraten, den Markt nicht überzustrapazieren. „Ich freue mich vor allem auf das Holsten-Fleet. Für die Stadt ist das eine tolle Investition.“ Von der Wasserverbindung, die fast zeitgleich mit dem Bootshafenquartier fertig wird, verspricht er sich einen Qualitätsgewinn. Dass das Projekt die Stadt spaltet, kann der Investor nicht nachvollziehen: „Wenn es fertig ist, werden die Kieler es lieben.“

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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