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Winfried Jöhnk bleibt Chef im Ortsbeirat

Russee/Hammer/Dermühlen Winfried Jöhnk bleibt Chef im Ortsbeirat

 Auf eine putzige, aber irgendwie wenig realitätsnahe Regelung einigten sich nach den Kommunalwahlen 2013 im Ortsbeirat Russee/Hammer/Demühlen die SPD und die Grünen: Zwei Jahre sollte die SPD den Vorsitzenden stellen, dann hätten für ein Jahr die Grünen dran sein sollen und schließlich wieder für zwei Jahre die Sozialdemokraten.

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Winfried Jöhnk verzichtet auf sein kommunalpolitisches Sabbatjahr.

Quelle: Martin Geist

Russee/Hammer/Dermühlen . Nun also stünde die beschlossene Rochade eigentlich an. Was die ehemalige SPD-Ortsbeirätin Nicole Petersen bereits in der Aprilsitzung des Ortsbeirats nutzte, um mit gewisser Süffisanz nachzufragen, wie es denn aussehe in dieser Sache. Winfried Jöhnk, vor zwei Jahren für die SPD zum Nachfolger von CDU-Mann Sven Plaumann gewählt, äußerte sich zu diesem Zeitpunkt noch ganz nach Beschlusslage. Wie vorgesehen werde im kommenden August gewechselt, versicherte er.

 Da hatte er jedoch die Rechnung ohne die Grünen gemacht. Ulrich-Werner-Abegg (71), rückte erst im März 2014 als Nachrücker seines weggezogenen Parteifreundes Kai Schütz in den Ortsbeirat und war an der Rochade-Vereinbarung völlig unbeteiligt. Nun versicherte er in einer persönlichen Erklärung: „Ich sehe derzeit keinen Anlass für einen Wechsel im Vorsitz des Ortsbeirates. Die integrierende überparteiliche Wahrnehmung des Amtes und die Einbindung aller Mitglieder des Ortsbeirates durch Herrn Jöhnk findet meine volle Zustimmung.“

 Die vom Vorsitzenden verlesene Erklärung des erkrankten Grünen rief allgemeine Erleichterung hervor. Albrecht Hildebrandt (CDU) zeigte sich froh, dass die „sehr verwirrende Regelung“ vom Tisch ist. Sein Parteifreund Plaumann merkte an, dass die CDU im Ortsbeiratsbezirk zwar bei der vergangenen Kommunalwahl mehr Stimmen als die SPD bekam, Winfried Jöhnk dessen ungeachtet aber „einen sehr guten Job“ mache. Ebenfalls bestens leben mit der neuen Situation kann Grünen-Ratsfrau Dagmar Hirdes. „Ich find’s total klasse.“

 Einverstanden zeigte sich nicht zuletzt Hauptperson Winfried Jöhnk, der auf sein kommunalpolitisches Sabbatjahr verzichten will. Nach so viel Lob könne er ja gar nicht anders, schmunzelte der Vorsitzende.

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