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Reitersperre erhitzt die Gemüter

Russee Reitersperre erhitzt die Gemüter

Reiter und Fußgänger sind nicht immer die besten Freunde. Beispielsweise deshalb, weil bei entsprechendem Wetter Pferdehufe auf Wegen tiefe Abdrücke hinterlassen, die mitunter zu fiesen Stolperfallen werden. In Russee gibt es nun Aufregung um eine Barriere, die Pferde von einem Wanderweg fernhalten soll.

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Nicht willkommen sind Reiter auf dem Wanderweg zwischen Russee und Mielkendorf. Das löst keine einhellige Begeisterung aus.

Quelle: Martin Geist

Russee. Zwischen der Autobahnunterführung und einer neu angelegten Anpflanzung auf Mielkendorfer Gebiet wurde vor einiger Zeit eine rotweiße Reitersperre aufgebaut. Zur Freude von Fußgängern, die sich nicht nur über Sturzgefahr ärgern, sondern auch über die Pferdeäpfel, die von den Damen und Herren auf den Rücken der Verursacher nur in den seltensten Fällen eingesammelt werden.

 Allerdings auch zum Unverständnis mancher Gartenfreunde, die diese Hinterlassenschaften gern einsammeln, um ihre grüne Scholle damit zu düngen. Und erst recht zur Empörung der Reiter selbst. Sie sehen sich nun gezwungen, den gefahrvolleren Umweg über den vielbefahrenen Ihlkatenweg zu nehmen und beklagen zudem, dass ausgewiesene Reitwege in Russee so gut wie nicht vorhanden seien.

 Auf Facebook hat sich zum Thema eine einigermaßen rege Diskussion entwickelt, teils mit reiterkritischen Äußerungen aus deren eigenen Reihen. Spuren deuteten darauf hin, dass trotz der Sperre weiter auf dem Weg geritten werde, heißt es in einem Eintrag. Dies sei das beste Argument für einen verschärften Anti-Reiter-Kurs und womöglich gar für die Erhebung einer Pferdesteuer.

 Der Stammtisch Russee macht die Pferdegeschichte zum Thema seines nächsten Treffens am morgigen Freitag um 19 Uhr im Vereinsheim des TSV Russee an der Rendsburger Landstraße. Zahlreiche Teilnehmer haben laut Veranstalter bereits zugesagt.

 Ebenfalls um Pferde geht es, wenn am Dienstag, 15. September, um 19.30 Uhr der Ortsbeirat im Heim der Gilde „Gut Schuss“ Demühlen (Quarnbeker Straße 14) tagt. Unter dem Tagesordnungspunkt „Pferdehaltung in Hammer“ wird zur Sprache kommen, dass sich in der Sache womöglich eine Wende andeutet. Wie berichtet, wurde Pferdehalter Jürgen Brede von der Stadt mit Verweis auf die seit 1989 geltende Rechtslage dazu verdonnert, seine Koppeln und Stallungen von städtischem Pachtland zu entfernen. Nun sieht es so aus, dass sich im Oktober der Umweltausschuss der Ratsversammlung grundsätzlich mit der Sache befasst. Er soll entscheiden, ob der mehr als 25 Jahre alte Beschluss Bestand hat oder aufgehoben wird. Der Ortsbeiratsvorsitzende wird am Dienstag über den Stand informieren.

 Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger werden ebenfalls gebührend gewürdigt. Diskutiert und voraussichtlich entschieden wird über den Ausbau der Rendsburger Landstraße. Von den Anliegerbeiträgen bis zu Radwegen gibt es jede Menge kontroverse Positionen.

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