15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
SPD setzt auf Mathias Stein

Bundestagskandidat SPD setzt auf Mathias Stein

Die Sozialdemokraten haben sich entschieden: Mathias Stein soll im nächsten Jahr dafür sorgen, dass der Wahlkreis Kiel-Altenholz-Kronshagen weiterhin eine rote Hochburg bleibt und die SPD den direkt gewählten Abgeordneten für den Bundestag stellt.

Voriger Artikel
Weitere Ehre für den Ehrenbürger
Nächster Artikel
Die „Kieler Erklärung“ kommt viel zu spät

Der 46-jährige Mathias Stein (Mitte) setzte sich in einem spannenden Wahlkrimi im zweiten Wahlgang am Ende mit 166 Stimmen durch.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Der 46-Jährige setzte sich in einem spannenden Wahlkrimi im zweiten Wahlgang am Ende mit 166 Stimmen gegen vier noch verbleibende Konkurrenten durch. Schon lange bevor die Entscheidung fiel, war klar, dass dies ein besonderer Abend für die Kieler Sozialdemokratie werden sollte. 405 wahlberechtigte Genossinnen und Genossen drängten in den Kieler Legienhof, um nach 25 Jahren Norbert Gansel und 17 Jahren Hans-Peter Bartels einen neuen Kandidaten zu wählen. Gerechnet hatte der Kreisvorstand allenfalls mit 250 Sozialdemokraten.

Kiels SPD-Chef Jürgen Weber freute sich. „Gibt es in der Demokratie etwas Schöneres, als die Qual der Wahl zu haben?“ Gleichzeitig ermahnte er seine Partei, sich nicht nur mit sich selbst zu beschäftigen. „Es reicht nicht, sich auf Facebook auf die Schultern zu klopfen!“ Sechs Männer und eine Frau hatten während der vergangenen Monate ihren Hut in den Ring geworfen – kurz nach Beginn des Abends überraschte auch noch der Holtenauer Ortsvereinsvorsitzende Michael August mit seiner Kandidatur, der sich wie alle anderen in einer siebenminütigen Rede dem Plenum vorstellen durfte.

Probleme beim Drucken

Der erste Wahlgang heizte die Spannung weiter an. Mathias Stein hatte danach bereits die Nase vorn, konnte 79 Stimmen auf sich versammeln, also rund 20 Prozent. Beate Friedrichs-Heinemann (77 Stimmen) und Benjamin Raschke (61 Stimmen) lagen nur knapp dahinter. Doch die Hoffnung des Kreisvorstands, dass sich die Zahl der Kandidaten nun deutlich verringert, erfüllte sich nicht. Lediglich Peter Kokocinski und Andre Wilkens verzichteten spontan darauf, noch einmal anzutreten. Nach 20 Minuten Bedenkzeit zog auch Yves-Christian Stübe seine Kandidatur zurück.

So mussten sich die Genossen am Ende zwischen fünf Kandidaten entscheiden – diesmal reichte die relative Mehrheit. Probleme beim Drucken der Abstimmungskarten verzögerten den Abend weiter, so dass es bis um 22.30 Uhr dauerte, ehe der Applaus für Stein aufbrauste .

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3