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Hoher Besuch im Polizei-Zentrum

SPD-Delegation Hoher Besuch im Polizei-Zentrum

SPD-Fraktionschef Ralf Stegner zeigte sich nach dem Besuch in der Regionalleitstelle der Kieler Polizei erstaunt. „Mir war nicht bewusst, dass im Bereich der Einbruchskriminalität der Anteil der Fälle so hoch ist, dass Täter zwar ermittelt werden, es aber nicht für eine Verurteilung reicht."

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Im Herzen der Kieler Polizei: SPD-Fraktionschef Ralf Stegner besuchte die Regionalleitstelle in der Wilhelminenstraße und diskutierte mit dem stellvertretenden Polizeichef Frank Matthiesen auch über die Erfolge im Kampf gegen die Einbruchskriminalität.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Nur selten lasse sich gerichtsfest nachweisen, dass hinter den Einbruchsserien organisierte Banden stehen, „obwohl es einem der gesunde Menschenverstand nahelegt“. Gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Birgit Malecha-Nissen und SPD-Kreischef Jürgen Weber schaute sich Stegner am Mittwoch die Arbeit der Beamten in der Wilhelminenstraße an – und diskutierte natürlich nicht nur über die Entwicklung in der Einbruchskrimininalität, sondern auch über seinen jüngsten bundespolitischen Vorstoß, Bagatelldelikte wie Ladendiebstahl künftig mit einem schnellen Bußgeld zu ahnden. Gastgeber Frank Matthiesen, stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Kiel, wollte die Idee politisch nicht bewerten, merkte aber an: „Der Polizeibeamte freut sich über jeden Ladendieb, der bestraft wird.“

Viel Lob für die Beamten

Viel Lob gab es auch von Jürgen Weber für die Arbeit der Beamten. „Dafür, dass wir in einer Landeshauptstadt sind, hat die Polizei die Dinge gut im Griff“, sagte Weber, der das Zusammenwirken der Polizeibereiche hervorhob, zu dem auch der Staatsschutz gehört. „Wir wissen in Kiel viel über potenzielle Gefahren durch extremistische Kreise.“ Nicht auf der Tagesordnung stand die geplante Zusammenlegung von Polizeistationen, die in den vergangenen Wochen für viel Gesprächsstoff in den Kieler Stadtteilen gesorgt hat. Weber erinnerte angesichts von zum Teil scharfer Kritik aus den Ortsbeiräten jedoch daran, dass es vor allem im Kieler Südosten noch Diskussionsbedarf gebe. „Die Präsenz der Polizei wird aber nicht geringer, auch wenn die Stationen woanders sind“, versuchte Malecha-Nissen Ängste zu entschärfen.

Aber auch die Ereignisse im Kieler Sophienhof, die es Ende Februar als Nachricht bis in die Tagesschau geschafft hatten, waren Thema an diesem Vormittag. Stegner äußerte einerseits Verständnis für die Arbeit der Beamten, die „zwischen den Fronten“ stehe. Gleichzeitig sagte er aber im Hinblick auf die falsche Polizeimeldung, die innerhalb weniger Stunden internationale Beachtung fand: „Es ist klüger, zwei Stunden später etwas zu sagen, als früher etwas Falsches mitzuteilen.“

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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