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Stühlerücken im Rathaus

SPD-Fraktion in Kiel Stühlerücken im Rathaus

Im Kieler Stadtparlament bahnen sich personelle Wechsel an. Die SPD-Ratsmitglieder Özlem Ünsal, Peter Kokocinski und Claus Wittig verabschieden sich in der Sitzung am Donnerstag von der Ratsversammlung. Der frühere CDU-Ratsherr Cetin Yildirim von Pickardt verstärkt die Gruppe der Fraktionslosen.

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Die Landtagswahl führt auch in der Kieler Stadtpolitik zu personellen Veränderungen.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Peter Kokocinski (SPD), bisher Bildungsreferent beim Kreisjugendring in Plön, legt sein Mandat nieder, da er am 29. Mai sein Amt als neuer hauptamtlicher Bürgermeister in Schönberg antritt. Für ihn rückt Anemone Helbig, Mitglied im Ortsbeirat Suchsdorf, nach. Die wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Özlem Ünsal, wechselt nach ihrem Wahlsieg als Direktkandidatin in Kiel-West in den Landtag. Wer der bisherigen Referentin im Innenministerium nachfolgt, ist noch unklar. Laut Liste wäre die Übersetzerin Isabella Altunok an der Reihe, die sich aber noch Bedenkzeit erbeten hat. Fest steht dagegen, wer für den wohnungspolitischen Sprecher Claus Wittig nachrückt: Der Ratsherr wagt als Architekt den Sprung in die Selbstständigkeit und gibt daher sein Mandat ab. Seinen Platz in der Ratsversammlung nimmt Mathias Rekasch, Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion und früher Kassenwart des Kreisverbandes, ein.

Nach seinem Austritt aus der CDU-Fraktion und der Ankündigung von Cetin Yildirim von Pickhardt, in die SPD einzutreten, kam jetzt die Überraschung: Statt den Stimmenanteil der SPD-Fraktion von jetzt 19 auf 20 zu erhöhen, bleibt er draußen vor. Denn der SPD-Ortsverein Ellerbek weigerte sich, den früheren politischen Gegner aufzunehmen. Damit kann er laut Satzung nur noch SPD-Mitglied werden, wenn er Einspruch einlegt und der Kreisvorstand zu seinen Gunsten entscheidet. Doch von Pickhardt erklärt: „Es ist nicht meine Art, mich aufzudrängen.“

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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