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Auch Thies Petersen zieht es in den Bundestag

SPD-Kandidaten Auch Thies Petersen zieht es in den Bundestag

Bei der Kieler SPD nimmt das Rennen um eine Bundestagskandidatur für die Wahl im September 2017 an Fahrt auf. Nach Ratsfraktionsvize Benjamin Raschke (31) und Kreisvorstandsmitglied Yves-Christian Stübe (38) machte jetzt Thies Petersen (35), Vorsitzender des Ortsbeirats Mitte, seine Bewerbung öffentlich.

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Thies Petersen schließt im Frühjahr 2017 sein Studium in Wirtschaftsinformatik ab.

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Kiel. Seit Amtsantritt von Hans-Peter Bartels als Wehrbeauftragter im Frühjahr 2015 sind Kiel, Altenholz und Kronshagen nicht mehr durch einen direkt gewählten Abgeordneten vertreten. Bisher war das Ticket nach Berlin fest in SPD-Hand, sodass sich derjenige, der von der Partei nominiert wurde, gute Chancen auf das Mandat ausrechnen konnte.

Doch derzeit ist die Bundes-SPD angeschlagen, was sie sich nach Petersen auch selbst zuzuschreiben hat. In einem Brief an die Mitglieder versichert er, „dass Vertrauen in unsere Partei von unserer Haltung, Zugewandtheit und Standhaftigkeit abhängt, jedenfalls nicht von einer Ausrichtung nach Tagesstimmungen“. Er werde dieser Überzeugung weiter folgen und versuchen, der SPD zu helfen, wieder gesellschaftliche Mehrheiten zu organisieren.

Die Themen, die dem Programmierer und Software-Entwickler Petersen am Herzen liegen, sind abhängig von Entscheidungen im Bundestag. Zum Beispiel die Digitalisierung der Arbeit: Gemeinsam mit Betriebsräten und Gewerkschaften will der Sozialdemokrat, der vor elf Jahren in die Partei eintrat, dafür streiten, unter anderem den Missbrauch von Werkverträgen und Arbeitnehmerüberlassung zu unterbinden. „Es muss sichergestellt werden, dass ein Fortschritt für die Wirtschaft kein Rückschritt für die Arbeitnehmerschaft wird.“ Ein Thema, das ihn besonders umtreibt, ist es, langfristige Lösungen zur Altersabsicherung zu finden: „Dazu brauchen wir ein solidarisches Rentensystem, an dem sich alle beteiligen.“

Weitere Schwerpunkte legt er auf den Einsatz für eine „kluge und weitsichtige Industriepolitik in Kiel und in Berlin“ sowie für bezahlbares Wohnen. Die öffentliche Hand müsse mehr Wohnraum schaffen, damit die Preise nicht mehr stiegen, fordert er. Was auffällt beim SPD-Bewerbertrio, ist das ähnliche Profil. Daher vermutet Petersen, dass alle drei ähnliche Chancen haben, die Nominierung Anfang Oktober zu gewinnen: Mit den jungen Bewerbern habe die SPD die Möglichkeit, für Kiel ein neues Politik-Angebot zu machen.

Dass es nicht nur bei diesen drei Bewerbungen bleibt, ist in der SPD ein offenes Geheimnis. Bei der CDU, die am 2. Oktober über die Nominierung entscheidet, liegt bisher nur eine Kandidatur vor: Bundestagsabgeordneter Thomas Stritzl tritt wieder an.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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