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Prozess wegen KZ-Tätigkeit noch unklar

SS-Helferin Prozess wegen KZ-Tätigkeit noch unklar

Vor einer Entscheidung über ein Verfahren gegen eine 92-jährige ehemalige SS-Helferin im Konzentrationslager (KZ) Auschwitz, sieht das Landgericht Kiel Klärungsbedarf. Die Jugendkammer habe Nachfragen zu dem fachärztlichen Gutachten zur Verhandlungsfähigkeit, sagte Gerichtssprecher Sebastian Pammler.

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Die Eröffnung des Verfahrens vor dem Landgericht Kiel ist noch nicht bestätigt.

Quelle: Jan Köhler-Kaeß (Archivbild)

Kiel. Die Fragen seien dem begutachtenden Amtsarzt mit der Bitte um Stellungnahme übermittelt worden, so der Sprecher am Donnerstag. Bis die Antworten bei Gericht eingingen, dürften mindestens vier Wochen vergehen, sagte der Sprecher. Eine Entscheidung der Kammer, ob die Hauptverhandlung eröffnet werde, sei nicht vor zwei Monaten zu erwarten. Weitere Angaben wollte der Sprecher nicht machen. „Zum Inhalt des Gutachtens und der Nachfragen geben wir keine Stellungnahmen ab“, sagte er.

Verdächtige 92-Jährige in Neumünster

Die 92-Jährige lebt in Neumünster. Sie soll sich wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 260 000 Fällen verantworten. Als Funkerin der Kommandantur im Vernichtungslager Auschwitz soll sie vom 25. April bis zum 9. Juli 1944 bei der systematischen Ermordung verschleppter Juden geholfen haben. Zur Tatzeit war sie Heranwachsende, daher ist die Jugendkammer zuständig. Nach Informationen des Magazins „Spiegel“ ist die 92-Jährige so schwerhörig, dass der Prozess in einem schallgeschützten Raum stattfinden müsste. Ein solcher Raum wäre am Kieler Landgericht nicht vorhanden.

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Auschwitz-Verfahren
Foto: Ob das Verfahren gegen die SS-Helferin eröffnet wird, ist offen

Die Entscheidung über die Eröffnung des Kieler Auschwitz-Verfahrens gegen eine 92-jährige ehemalige SS-Helferin ist weiterhin offen. Nach Angaben eines Gerichtssprechers vom Montag hat die zuständige Strafkammer ihre Beratungen noch nicht abgeschlossen. Weitere Angaben wollte der Sprecher nicht machen.

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