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Rabattschlacht biegt auf Zielgerade ein

SSV Rabattschlacht biegt auf Zielgerade ein

Den klassischen Sommerschlussverkauf (SSV) gibt es seit zehn Jahren schon nicht mehr. Trotzdem spielt der SSV für den Einzelhandel in Kiel nach wie vor eine wichtige Rolle.

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Start des inoffiziellen Sommerschlussverkaufs in Kiel

Quelle: Frank Peter

Kiel. „Viele Kunden wissen einfach, dass die Preise am letzten Montag im Juli noch einmal purzeln“, sagt die Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbands Nord, Monika Dürrer. Zwar haben viele Geschäfte bereits in den vergangenen Wochen damit begonnen, ihre Saisonware zu reduzieren. „Jetzt aber beginnt die Hochzeit, wo es sich für die Konsumenten noch einmal richtig lohnt“, sagt Dürrer.

Die meisten Händler in der Kieler Innenstadt werben daher zurzeit auch mit deutlichen Nachlässen. So gibt es beispielsweise im Sophienhof kaum ein Schaufenster, in dem nicht mit großen Lettern der „Sale“ ausgerufen wird. Center-Managerin Sophie Dukat zeigt sich mit dem Auftakt des Schlussverkaufs zufrieden: „Insbesondere Touristen haben das regnerische Wetter genutzt, um bei uns trockenen Fußes zu shoppen.“

 Auch Knud Hansen, Chef von Intersport Knudsen in der Holstenstraße, freute sich schon über viele Kunden. Das Geschäft zum Saisonabschluss habe bereits vor gut zwei Wochen begonnen – seit gestern sei der Handel auf die Zielgerade eingebogen. „Ganz zu Anfang hatten wir eine Stammkundenaktion, die hervorragend angenommen wurde“, sagt Hansen. Am Donnerstag gebe es zum Abschluss noch eine weitere Reduzierungsrunde. Sparen könnten Kunden insbesondere bei Artikeln, von denen es nur noch Einzelstücke auf Lager gebe.

 Geschäftiges Treiben herrscht auch bei Ferdinand Meislahn an der Holstenbrücke. Christin Rehbehn, Verkäuferin in der Damenwäsche-Abteilung, berichtet von einem soliden Auftakt für den inoffiziellen SSV. Zielstrebig steuern viele Kunden die Ständer mit der Aktionsware an. Mit Prozenten lockt das Modegeschäft aber schon seit mehreren Wochen: „Schon zur Kieler Woche haben wir angefangen, einzelne Artikel zu reduzieren“, sagt Rehbehn.

 Nur wenige Geschäfte in der Innenstadt entziehen sich der Rabattschlacht. Bereits seit Jahren ist der Sommerschlussverkauf beim Herrenausstatter Witte kein Thema mehr. „Wir haben kein klassisches Sommersortiment“, sagt Inhaber Bernd Witte. Gute Umsätze habe sein Haus zuletzt mit dem Einkleiden von Abiturienten für ihre Entlassungsfeiern gemacht. Derzeit verkaufe er recht viele Anzüge an angehende Bräutigame. Weite Teile der Stammkundschaft seien zurzeit jedoch im Urlaub.

 In den vergangenen Jahren sind auch einige andere Geschäfte auf den SSV-Zug aufgesprungen: So versuchen etwa Baumärkte, ihre Gartengeräte noch an die Kunden zu bringen, bevor es zu herbstlich wird.

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Ein Artikel von
Thomas Paterjey
Lokalredaktion Kiel/SH

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