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Camp 24/7 steuert ins Winterlager

Saison 2016 Camp 24/7 steuert ins Winterlager

Tiefblauer Himmel, warme Septembersonne und eine sanfte Brise über der Förde: Zum offiziellen Saisonende im Camp 24/7 an der Kiellinie gab das Wetter noch einmal alles und machte den Abschied von einem „großartigen Segelsommer“ gleich doppelt schwer.

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Ein paar Tage darf noch gesegelt werden, dann ist Schluss für dieses Jahr: Schüler der Friedrich-Junge-Grundschule gaben das Steuerrad symbolisch an Kiels Stadtpräsidenten Hans-Werner Tovar (links) und Frank Meier (Mitte), Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Kiel AG, zurück.

Quelle: vr: Volker Rebehn

Kiel. Doch nach dem Camp ist vor dem Camp. Und deshalb verabschiedeten sich die Organisatoren und Förderer des bundesweit einmaligen Projekts – die Stadtwerke Kiel AG und Kiel-Marketing sowie zahlreiche Sponsoren – am Montag nicht nur mit einer durchweg positiven Bilanz, sondern freuten sich bereits auf das Jubiläumsjahr 2017, wenn es zum 15. Mal heißt „Leinen los“.

 Bevor das Camp 24/7 endgültig seine Tore schließt und die Boote ins Winterlager gebracht werden, setzt die 1. Segel-Bundesliga in Kiel am kommenden Wochenende ein letztes Glanzlicht auf einen Sommer, in dem wieder Tausende kleine und große Kieler für wenig Geld den Spaß am Wassersport entdecken konnten. Ob Kutter- oder Traditionssegeln mit der Klasse, Opti- oder Jollensegeln, After-Work-Segeln oder Sicherheitstraining: Mehr als 30 verschiedene Angebote boten pures Segelvergnügen für wirklich jede Zielgruppe. Stadtpräsident Hans-Werner Tovar lobte das „Leuchtturmprojekt“ nicht nur als Naturerlebnis auf dem Wasser, sondern auch als „Lebensschule“. Sie vermittle Werte wie Teamgeist, soziale Kompetenz und Kommunikation. „Wir alle profitieren von dieser Partnerschaft“, sagte auch Frank Meier, Vorstandsvorsitzender der Kieler Stadtwerke, mit Blick auf mehr als 90 Sponsoren aus der Region, die das Projekt ermöglichen.

 Neu waren in der Saison 2016 unter anderem Frühsport-Angebote sowie eine gemeinsame Aktion des Kreisseglerverbandes Kiel und der Stadtwerke für Flüchtlinge. Rund 150 Flüchtlinge nutzten die Gelegenheit zum kostenlosen Schnuppersegeln und lernten ihre neue Heimat vom Wasser aus kennen. „Ich bin stolz darauf, dass das Camp 24/7 so engagierte Partner hat, die soziale Verantwortung übernehmen und solche Aktionen möglich machen“, sagte Uwe Wanger, Geschäftsführer von Kiel-Marketing. Das soziale Engagement kommt auch vielen anderen Menschen zugute. So besteht eine Kooperation mit den Schulen am Heidenberger Teich sowie dem Hilfsfond des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Auch Menschen mit Behinderung konnten in integrativen Segelkursen die Faszination des Segelsports erleben.

 „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, sagte Stadtpräsident Tovar, als er schließlich gemeinsam mit Frank Meier das traditionelle Steuerrad aus den Händen von Schülern der Friedrich-Junge-Grundschule entgegennahm. Die wirkten in ihren Rettungswesten alles andere als traurig, ging es doch noch einmal aufs Wasser. „Die Segelzeit war die schönste Zeit in der dritten Klasse“, schwärmte Inga Fiedler (9). „Und das Lernen hat sogar Spaß gemacht.“

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Ein Artikel von
Carola Jeschke
Lokalredaktion Kiel/SH

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