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Schwimmen und sonnenbaden in Holtenau

Seebadeanstalt Schwimmen und sonnenbaden in Holtenau

Team und Gäste der Seebadeanstalt Holtenau starteten am Sonnabend in die Saison 2016. Im Wasser tummelten sich Erwachsene, Jugendliche und Kinder, schwammen, plantschten oder nahmen Kurs auf die Sprungwand, um von dort aus wieder in das Nass zu gleiten.

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Rebecca Grobosch ist Stammbesucherin in der Seebadeanstalt an der Holtenauer Reede, Schwimmen, Sonnenbaden, Lesen und das Schauen auf die Förde gehören zu ihrem persönlichen Erholungsprogramm.

Quelle: Ingrid Haese

Eine Rede anlässlich des Beginns des öffentlichen Badebetriebs gab es nicht. Die Gäste durften sich allerdings am Eröffnungstag aus einer Süßigkeitenbox bedienen. Und die hatten die pensionierten Lehrerinnen Barbara Braun und Käthe Baade bereitgestellt. Letztere ist Mitinitiatorin des im Sommer 2012 entstandenen „Freundeskreis Seebadeanstalt Holtenau“, der die Patenschaft für die Anlage an der Holtenauer Reede übernommen hat. Der Gruppe haben sich mehr als 50 Frauen und Männer angeschlossen, etwa 30 von ihnen engagieren sich als „Stegmentoren“. Sie sehen jeweils in Zweierteams während des öffentlichen Badebetriebes auf der Anlage nach dem Rechten und sind Ansprechpartner für die Gäste. Vor Ort ist zudem einer von sieben Rettungsschwimmern. Am Sonnabend beaufsichtigte Annika Britta Müller die Badenden. „Ich zähle die Leute immer wieder durch, beobachte die Kinder, achte darauf, dass alle innerhalb der Absperrung bleiben“, nannte die Archäologie-Studentin Beispiele aus ihrem Einsatzalltag

Für den Freundeskreis begann die Saison am 28. Mai mit einer großen Reinigungsaktion. „Wir haben alles geschrubbt, und Malermeister Michael Oelrich hat mit seinen Azubis neu gestrichen“, berichtete Käthe Baade. Die Stegmentoren zählten 2015 knapp 8000 Badegäste, am Eröffnungstag 2016 waren es 145. Zu ihnen gehörte Stammbesucherin Rebecca Grobosch (36). „Ich komme mindestens fünfmal die Woche hierher, genieße den nostalgischen Flair, gehe baden, lese oder schaue einfach nur auf die Förde“, erzählte sie. Christina Böger (49), die mit ihren Töchtern Greta, Marie und Lily zum ersten Mal in der Seebadeanstalt war, sagte: „Es ist hier sehr schön, ich mag den old-fashioned Charakter.“ Und Stammbesucherin Tepke Storm (45) und ihre Schwester Dörte Storm (50) genossen nicht allein die Abkühlung in der 19 Grad warmen Förde, sondern auch den Aufenthalt auf der Terrasse. Die Badeanstalt habe viel Charme, waren sie sich einig.

Die denkmalgeschützte Anlage wurde 1950 im Wasser auf Pfählen errichtet und ist L-förmig gestaltet. An den Hauptsteg mit seinen Terrassen und einer in das Wasser führenden Treppe schließt rechtwinklig ein überdachter Steg mit angeschlossenem Umkleidekabinentrakt und Team-Stützpunkt an. Der Vorläufer der Anlage entstand 1907 auf dem damals noch vorhandenen Sandstrand, die britische Militärverwaltung ließ ihn nach dem Zweiten Weltkrieg abreißen. Eigentümerin der Badeanstalt ist heute die Hamburger Stiftung Lighthouse Foundation. Sie investierte 200000 Euro für die Sanierung und machte die Anlage im Sommer 2012 wieder als öffentliche Badeanstalt zugänglich. Per Verlosung vergibt sie noch dazu alljährlich hundert Schlüssel, damit Schwimmfans auch außerhalb der Öffnungszeiten Zugang haben.

Die Holtenauer Seebadeanstalt ist voraussichtlich bis Mitte September täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Vom 25. Juli bis 3. September beginnt der Betrieb bereits um 13 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Weitere Infos unter www.lighthouse-foundation.org.

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