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Maritime Schätze für Kiel

Kiel Maritime Schätze für Kiel

Die Landeshauptstadt hat gute Chancen, Teile der weltweit größten Sammlung maritimer Exponate zu bekommen. Peter Tamm, Gründer des Internationalen Maritimen Museums Hamburg, möchte seine noch nicht gezeigten Schätze nach Kiel bringen.

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Peter Tamm in seinem Hamburger Museum.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Für ihn ist die Stadt als Standort für seine verborgene Sammlung historischer Raritäten das Wunschziel. „Ich werde es persönlich unterstützen, wenn in Kiel ein geeigneter Ort dafür gefunden würde.“

Bereits 2002 war Tamm in Kiel und wollte in der Wik ein Museum aufbauen. Hamburg kam aber dazwischen und stellte ihm für 99 Jahre einen kompletten Kaispeicher mit über 10000 Quadratmetern zur Verfügung. Seit 2008 gibt es in der Hafencity das Internationale Maritime Museum Hamburg (IMMH). Mehr als 40000 Exponate sind dort auf zehn Etagen ausgestellt. „Ich wäre aber damals schon sehr gerne nach Kiel gekommen“, erklärt der Ex-Vorstandsvorsitzende des Springer-Verlags.

Mit Kiel fühle er sich besonders verbunden. „Dort habe ich als Kind 1938 in der Jugendherberge in Laboe große Marineschiffe gesehen. Kiel ist die Heimat der Marine, und außerdem stammt meine Frau aus Kiel“, sagt der Professor. Bei der Ausgestaltung eines Maritimen Museums in Kiel wären aus seiner Sicht viele Schwerpunkte denkbar. Der Bogen reicht von den Wikingern bis zu modernen Kreuzfahrtschiffen. Vorbild wäre das Hamburger Museum, das aus allen Nähten platzt. Dort musste bereits ein Nachbarspeicher als Lager angemietet werden, tausende Exponate lagern da im Verborgenen: alte Navigationsgeräte, Modelle von Howaldt-Tankern, Admiralsnachlässe und historische Segel-Ausrüstungen.

„Wir begrüßen diesen Gedanken ausdrücklich. Das sind zum Teil Ausstellungsstücke von unschätzbarem Wert“, sagt Jürgen Rohweder, Vorsitzender des Nautischen Vereins zu Kiel. Voraussetzung sei aber eine Einbindung des Kieler Schifffahrtsmuseums und ein Bekenntnis der Stadt zu dem Konzept. „Die maritimen Schätze, die Professor Peter Tamm gesammelt hat, würden den Schifffahrtsstandort Kiel hervorragend ergänzen und einen weiteren Anziehungspunkt schaffen“, sagt IHK-Sprecher Michael Legband. „Als Ausstellungsraum für bestimmte Exponate stünde bei der IHK auch die Merkur-Galerie bereit.“

Die Kieler Ratsversammlung hatte bereits im Frühjahr 2002 den Planungen für ein Marine-Technik-Museum zugestimmt. Damals war die ehemalige Marine-Technik-Schule in der Wik ins Gespräch gekommen. Dort warten heute große Räume ungenutzt auf eine Perspektive als Museum. Seite 24

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Kiel/Hamburg
In einem klimatisierten Raum lagert Peter Tamm mehr als zehntausend Generalpläne deutscher Werften. Das sind fast alle Pläne der Neubauten seit 1945.

Wer in Hamburg durch das Maritime Museum wandelt, der bekommt einen kompletten Überblick über die Geschichte der Seefahrt. Vom Einbaum bis zum hochmodernen Windpark-Errichterschiff oder einem Brennstoffzellen-U-Boot ist alles zu sehen,was von Menschenhand für die Eroberung der Meere gebaut wurde.

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