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Das Eiderbad wird erheblich teurer

Sanierung Das Eiderbad wird erheblich teurer

Die Sanierung des Eiderbads Hammer wird zwar teurer als erwartet, gefährdet ist sie dadurch jedoch nicht. Nach wie vor strebt die Stadtverwaltung an, das Bad am Ufer der Eider bis zum 31. Mai 2017 instand zu setzen.

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Konrektorin Iris Weigt führte den Ausschuss für Schule und Sport durch ihre Schule. Ganz begeistert waren dessen Mitglieder von der ehrenamtlich geführten Kinderbücherei.

Quelle: Martin Geist

Hassee. Dass die Kosten um 126.500 auf voraussichtlich 636.000 Euro steigen, liegt hauptsächlich an den hochgeschnellten Stahlpreisen.

Wie berichtet soll das lecke Betonbecken gegen ein langlebiges Modell aus Edelstahl ausgetauscht werden, und allein dafür fallen nun 70000 Euro zusätzlich an. Weitere knapp 40000 Euro sind für eine Treppenbucht im Flachwasserbereich nötig. Die vom Land bewilligten und auch schon ausgezahlten Fördermittel von 250000 Euro erhöhen sich durch die Mehrkosten nicht, sodass die zusätzlichen Ausgaben allein aufs Konto der Stadt gehen. Sozialdezernent Gerwin Stöcken hält das für machbar, geplant sind entsprechende Umschichtungen im Sportstätten-Etat.

 In der Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport am Donnerstagabend in der Grundschule Russee hatte Stöcken noch andere guten Nachrichten parat. Losgehen kann es demnach auch mit der Sanierung der Bootshalle Nord und des Hauses der Athleten in Schilksee. Dafür wurden nun Zuschüsse von gut 1,14 Millionen Euro genehmigt, der städtische Eigenanteil bleibt mit 100000 Euro überschaubar.

 „Das ist ein guter Tag für den Sport“, freute sich CDU-Ratsherr Michael Frey über diese Botschaften. Und meinte als Vertreter des Ortsbeiratsbereichs Russee/Hammer/Demühlen natürlich besonders die Äußerungen zum Eiderbad. Gerwin Stöcken trat angesichts dessen sogleich ein bisschen auf die Euphoriebremse. Zwar habe man im Bereich des Beckens drei Kernbohrungen vornehmen lassen und nichts Problematisches entdeckt, das könne jedoch nicht ausschließen, dass es an anderen Stellen vielleicht doch noch kompliziert wird. Eine Garantie für den 31. Mai 2017 könne deshalb niemand übernehmen: „Wir stecken in dem Bau nicht drin.“

 Getagt hat der Ausschuss in der neuen Mensa der Grundschulen Russee. Übereinstimmend kamen die Mitglieder dabei zur Einschätzung, dass das Geld dafür gut angelegt sei. Zumal Konrektorin Iris Weigt über regen Zulauf berichtete. Zahlreiche der 90 Kinder in der Betreuten Grundschule nehmen die Mensa nach ihren Angaben gern in Anspruch, zudem sei die Schule generell wieder auf dem Wachstumspfad.

 Jeweils drei erste und dritte sowie zwei zweite und vierte Klassen werden derzeit am Russeer Weg unterrichtet, fürs neue Schuljahr zeichnen sich erneut drei erste Klassen ab. Damit gehe man auf eine stabile Dreizügigkeit zu, bemerkte Weigt und verwies darauf, dass es wieder eng werde unterm Dach des Hauses. Was auch damit zu tun hat, dass seit einem halben Jahr vier Räume von der städtischen Kindertageseinrichtung am Osloring genutzt werden, damit der Bedarf für Kinder aus Mettenhof abgedeckt werden kann.

 Dieses Miteinander wiederum funktioniert aus Sicht beider Seiten hervorragend, mündet immer wieder in kleine gemeinsame Projekte und wird von niemandem in Frage gestellt. Außerdem hat die Schule immer noch mehr Platz als die einschlägigen Vorschriften erfordern. Und nicht zuletzt ist die Kindergarten-Filiale nur ein Provisorium, das schon im Herbst 2017 Geschichte sein könnte.

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