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In Kiel gründet sich "Die Partei"

Satirisches Augenzwinkern In Kiel gründet sich "Die Partei"

Die Parteienlandschaft in der Landeshauptstadt wächst: Die Partei will am Sonnabend einen eigenen Kreisverband in Kiel gründen. Gründungstreffen ist ab 19.30 Uhr im „Unrat“ an der Spichernstraße.

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Sie wollen für „Die Partei“ in Kiel einen Kreisverband gründen (von links): Max Bärtmann, Hannes Hartmann, Swana Lohse, Jakob Goebel, André Maas und Ronja Göbel.

Quelle: Die Partei

Kiel. Gegründet wurde „Die Partei“ 2004 von Redakteuren des Satire-Magazins „Titanic“. Parteivorsitzender der Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative – so die Langform des Namens – ist der Redakteur und Kabarettist Martin Sonneborn. Er gehörte jahrelang zum festen Team der „heute-Show“ im ZDF und sitzt seit dem vergangenen Jahr für die Satire-Partei im Europäischen Parlament. Das Mandat in Brüssel war der zweite große Coup – der erste gelang nur kurz zuvor Bastian Langbehn, der aus dem Stand ausreichend Stimmen gesammelt hatte, um in Lübeck in die Bürgerschaft einzuziehen.

 „Bastian ist es auch, der immer wieder sagte, dass ,Die Partei’ auch in Kiel endlich aktiv werden müsse“, sagt Swana Lohse. Sie gehört zum Organisationsteam, will am Sonnabend ein Stück Politgeschichte an der Förde schreiben und einen eigenen Kreisverband gründen. „Wir haben seit Kriegsende noch nie ein Wahlversprechen gebrochen, und es ist an der Zeit, dass die Bürgerinnen und Bürger Kiels ebenfalls in den Genuss dieser Erfolgspolitik kommen können“, behauptet sie. Erste Ziele haben die 31-Jährige und ihre Mitstreiter bereits gefasst, die – wie immer – mit einem satirischen Augenzwinkern zu bewerten sind. „Wir wünschen uns, dass eine Mauer um das Möbel-Kraft-Gelände gezogen wird und unterirdische Kleingärten angelegt werden, die direkt mit Stuttgart 21 verbunden werden“, sagt Lohse. Überdies strebe „Die Partei“ einen „uneingeschränkten U-Boot-Krieg, Arbeitsplätze und Sicherheit an“, weshalb sich die Politiker für eine U-Boot-Werft in Mettenhof einsetzen wollen.

 Die Gründungsversammlung in Kiel wird mit prominenter Unterstützung aus Lübeck vollzogen: Bastian Langbehn wird die Sitzung leiten. „Unsere Stammtisch-Treffen waren bereits erfolgreich. Nun hoffen wir, dass alle, die Bock auf Macht haben, bei uns mitmischen werden“, sagt Swana Lohse. Zehn Mitstreiter gebe es in der Landeshauptstadt bereits. „Politisch sind wir die Mitte – links und rechts neben uns gibt es nichts.“ Willkommen seien zum Gründungstreffen aber auch „Lobbyisten der Bier- und Tabak-Industrie“, sagt die junge Politikerin.

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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