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Fackellauf für Inklusion

Schilksee Fackellauf für Inklusion

Das paralympische Feuer wird in Kiel-Schilksee brennen. Zumindest neben der ehemaligen Olympia-Feuerstelle am Sonnabend, 27. Juni, um 11.30 Uhr: Denn dann startet der erste Fackellauf für Inklusion zu Wasser und zu Land von Schilksee in Richtung Ostseekai.

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Das paralympische Feuer wird in Kiel-Schilksee brennen. Zumindest neben der ehemaligen Olympia-Feuerstelle am Sonnabend, 27. Juni, um 11.30 Uhr: Denn dann startet der erste Fackellauf für Inklusion zu Wasser und zu Land von Schilksee in Richtung Ostseekai.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Schilksee. Rund 150 Staffelträger haben sich bisher angemeldet. „Wir hoffen, dass sich noch weitere kurzentschlossen melden“, so Organisatorin Stefanie Gomez.

Laufen ist Jonas Becht gewohnt. Bis vor kurzem war der 33-Jährige im deutschen CP-Fußballnationalteam aktiver Spieler. Jetzt möchte er gemeinsam mit weiteren körperlich und geistig Behinderten mit dem Inklusionslauf ein Zeichen setzen: Für die Wertschätzung und Gleichbehandlung aller Menschen.

Entstanden ist die Idee beim Netzwerk Inklusion 2014 in Frankfurt. „Dort gab es den ersten Fackellauf zur Inklusion und es wurde die Idee geboren, die Fackel durch die Welt reisen zu lassen“, so Gomez. Neben allen Landeshauptstädten in Deutschland soll das Feuer der Inklusion unter anderem auch eine Papst-Audienz in Rom erhalten und dann über Sibirien zu den paralympischen Spielen in Rio getragen werden.

Die Planung für den Staffellauf hat mit drei Personen am Wohnzimmertisch begonnen: „Wir haben lange diskutiert, ob wir uns in den Trubel der Kieler Woche stürzen“, erinnert sich Gomez. Aber genau darum gehe es bei der Inklusion: Mitten im Geschehen dabei zu sein und zu den Menschen hinzugehen, die sich sonst vielleicht weniger mit dem Thema befassen.“ 

Nach entzünden der Flamme um 11.30 Uhr durch den Segler und Paralympics-Goldmedaillengewinner Heiko Kröger reist die Fackel mit dem Boot „Traum Drache“ zum Holtenauer Lotsenanleger. Von dort aus geht es im Kanu zur Seglervereinigung Kiel. Die letzte Wasseretappe wird mit dem Drachenboot zur Seebadeanstalt Düsternbrook führen, wobei ein Schwimmer die Fackel an Land bringen wird. Begleitboote auf den Etappen sind willkommen. „Einige Boote, die mit der Windjammerparade hinaus fahren, haben schon ihre Begleitung auf dem Rückweg in den Kieler Hafen zugesagt.“

Dann geht es ab 15 Uhr an Land weiter: Geplant sind vier Etappen auf der Kiellinie von der Badeanstalt über den Kieler Yachtclub, den Kanu-Klub und das Aquarium bis zur NDR-Bühne, auf der um 16.30 Uhr die Fackel an Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und den Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung Ulrich Hase überreicht wird.

Vereine, Schulen Kitas oder andere Organisationen, die Läufer mit an den Start schicken möchten, können sich anmelden unter: www.netzwerkinklusion.de

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