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Jetzt dürfen auch Vierbeiner wieder an den Strand

Schilksee Jetzt dürfen auch Vierbeiner wieder an den Strand

So plötzlich, wie sie am Strand waren, so plötzlich sind sie nun zum Teil auch wieder weg: In Schilksee entdeckte Sybille Gahlbeck jüngst, dass sämtliche Hundeverbotsschilder abmontiert wurden. Mit Hündin Sissi und anderen Hundehaltern genießt sie nun die Spaziergänge am Strand.

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Freut sich sehr darüber, dass die Schilder in Schilksee abgebaut wurden: Sybille Gahlbeck mit ihrem Hund Sissi.

Quelle: Karina Dreyer

Schilksee/Falckenstein. „Ich liebe das Meer. Das ist für mich die schönste Art, dort entlang zu laufen“, schwärmt Sybille Gahlbeck. Ungeduldig erwartet sie immer den 1. Oktober, damit sie mit Sissi loslegen kann. „Ein paar Hundehalter hatten sogar schon eine Party zum 1. Oktober am Strand geplant“, berichtet sie. Doch plötzlich gab es Verbotsschilder, die auf eine Nutzung des Strandes mit Hund erst ab Ende Oktober hinwiesen. „Das hat uns kalt erwischt. Die Schilder waren über Nacht einfach da. Die Aufstellung wurde in keinster Weise von der Stadt kommentiert, auch im Internet nicht“, ist sie empört.

 Hintergrund ist eine Änderung des Landesnaturschutzgesetzes, in dem es im § 32 Gemeingebrauch am Meeresstrand nun heißt: Das Reiten und das Mitführen von Hunden ist auf Strandabschnitten mit regem Badebetrieb in der Zeit vom 1. April bis zum 31. Oktober verboten, wenn nicht die Gemeinde im Rahmen einer zugelassenen Sondernutzung etwas anderes bestimmt. Die Stadt Kiel äußerte sich dazu recht schnell: „Die Landeshauptstadt Kiel ist entschlossen, an der bisherigen Regelung (keine Ausweitung des Hundeverbots bis Ende Oktober) festzuhalten. In welchen Fällen Kommunen eine solche Ausnahme von der Landesregelung erlassen könne, ist jedoch noch nicht abschließend geklärt. Wir haben dem Land unsere Absicht mitgeteilt. Sobald wir ein positives Signal vom Land erhalten, werden wir zur bisher gültigen Regelung zurückkehren“, hieß es in einer Mitteilung vom Presseamt.

 Geduldig warteten die Hundehalter ab, wie sich das Land entscheidet. Dann entdeckte Sybille Gahlbeck am Mittwoch überraschend, dass von Schilksee bis zur Steilküste alle Verbotsschilder abmontiert wurden. Begeistert hat sie „es gleich der ganzen Welt erzählt“, so glücklich war sie darüber. Doch eine Einschränkung kam nun prompt von der Stadt: Einzelne Verbotsschilder seien zu früh abgebaut oder verhängt worden, denn es gebe noch keine Entscheidung seitens des Landes. „Es werden noch rechtliche Aspekte geprüft. Nächste Woche sollte diese Prüfung abgeschlossen sein“, hofft Arne Gloy vom städtischen Presseamt.

 Enttäuscht ist die Hundehalterin trotzdem. „Wenn alles voll mit Menschen wäre, würde ich mit Sissi auch nicht an den Strand gehen, aber so stören wir doch niemanden“, betont sie. Am Falckensteiner Strand stehen die Schilder noch, „allerdings sind zwei der Schilder mit Mülltüten abgeklebt“, hat Hundehalterin Meike Marten beobachtet. Da ist aber wohl eher eine Protestaktion von Hundehaltern.

 Übrigens: Das Verbot gilt nicht für Diensthunde von Behörden, Hunde des Such- und Rettungsdienstes sowie des Katastrophenschutzes, Blindenführhunde sowie Behindertenbegleithunde im Rahmen ihres Einsatzes und ihrer Ausbildung.

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