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Knöllchen sorgen für Verärgerung

Schilksee Knöllchen sorgen für Verärgerung

Wenn sich der Sommer von seiner besten Seite zeigt, zieht es Einheimische wie Touristen auch an Schilksees Küste. Badegäste, die mit dem Auto ankommen, suchen oft einen Parkplatz in Strandnähe.

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Saskia Borchert und Detlev Ohrenschall haben Knöllchen für Falschparken erhalten, die beiden Anwohner aus dem Lummenstieg finden es aber sinnvoll, dass Autos im breiteren Wendebereich mit der Front- oder Heckseite zum Fahrbahnrand geparkt werden.

Quelle: Ingrid Haese

Schilksee. So mancher, der am Lummenstieg fündig wird, stellt sein Fahrzeug im Wendebereich quer zum Fahrbahnrand ab. Doch das ist nicht erlaubt und kann mit einem Knöllchen hinter dem Scheibenwischer enden. Und letzteres ist den Schilkseern Detlev Ohrenschall und Saskia Bochert jetzt passiert. Die beiden sind Nachbarn. Detlev Ohrenschall lebt seit 33 Jahren am Lummenstieg, Saskia Bochert seit vier Jahren. Die kleine Straße, die sich im hinteren Teil verbreitert, liegt direkt am Kurpark. An den Wendebereich schließt sich ein breiter Geh- und Radweg an, der gleichzeitig Anliegerzufahrt zu den hinteren Grundstücken ist. In der Regel stellen Anwohner wie Gäste im Wendebereich ihre Autos quer zur Fahrbahnseite am Kurpark ab.

 „Seit 33 Jahren ist das so, aber jetzt, wo hier viel los ist, verteilt die Stadt Knöllchen, bestimmt auch, um Geld in die Kasse zu bekommen“, ärgert sich Detlev Ohrenschall. Saskia Borchert ist nicht nur verärgert, ein Knöllchen bekommen zu haben. „Neulich stand ein Auto direkt im Halteverbot, versperrte die Zufahrt zu unserem Grundstück, wir haben die Polizei angerufen, nach einer halben Stunde kam jemand und fuhr den Wagen einfach so weg“, erzählt sie.

 Die Stadt teilte zur Parksituation am Lummenstieg mit, das dort praktizierte Parken quer zur Fahrbahn sei nicht legal. Nach Paragraph 12 (4) der Straßenverkehrsordnung sei zum Parken der rechte Seitenstreifen zu benutzen, dazu gehörten auch entlang der Fahrbahn angelegte Parkstreifen, wenn er dazu ausreichend befestigt sei. Sonst sei an den rechten Fahrbahnrand heranzufahren. Am Lummenstieg seien Verwarnungen für Fahrzeuge ausgesprochen worden, die nicht am rechten Fahrbahnrand gestanden hätten, sondern quer – mit der Front zum Fahrbahnrand – geparkt worden seien. Daraus ergebe sich eine Behinderung für Fahrzeuge, die den Wendebereich auch als diesen nutzen wollten.

 Die Verkehrsüberwacher des Bürger- und Ordnungsamtes seien in diesen strandnahen Bereichen nur in den Sommermonaten sehr aktiv, da dann der Parkdruck dort naturgemäß zunehme und es zu vermehrten Verkehrsbehinderungen komme. Teilweise seien Fahrzeuge auch in Kreuzungsbereichen abgestellt, was zu Sichtbehinderungen geführt habe. Im Rahmen der Gleichbehandlung seien die Verkehrsüberwacher angewiesen, jede Ordnungswidrigkeit zur Anzeige zu bringen. Und sie werden auch den Lummenstieg weiter im Auge behalten und gegebenenfalls dort wieder Verwarnungen schreiben.

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