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Ringen um eine Treppe zum Strand

Schilksee Ringen um eine Treppe zum Strand

Ein Sturm hat das Schicksal der mehr als 30 Jahre alten Holztreppe „Stubbek“ besiegelt: Teile des Steilufers kamen dabei ins Rutschen und zogen die tragende Stützbalken in Mitleidenschaft. Im Dezember riss das Grünflächenamt die sanierungsbedürftige Treppe ab. Doch die Schilkseer wünschen sich Ersatz.

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Dankmar Rossnagel (von links) und Jens Jacobus, die die inzwischen abgebaute Holztreppe „Stubbek“ immer wieder im Rahmen einer Patenschaft repariert hatten, wünschen sich wie Ortsbeiratsmitglied Volker Oberthür, dass der alte Treppenzugang zum Strand durch einen neuen ersetzt wird.

Quelle: Ingrid Haese

Schilksee. Die Südtreppe „Stubbek“ hatte ihren Platz an der Steilküste zwischen dem Strandzugang an der Slipanlage unweit des Jugend- und Freizeitheims Kahlenberg und der Stahltreppe „Jacobsleiter“. Aus der Siedlung am Stubbekredder war sie zu erreichen über den breiten Weg, unter dem seit 2011 der neu gelegte Regenwasserauslauf verläuft, sowie über den kreuzenden Fördewanderweg. Und eine Besonderheit war mit der Treppe verbunden: Eine Gruppe handwerklich versierter Schilkseer kümmerte sich als Paten um die Pflege.

Nach Angaben der Stadt war die Holzkonstruktion bereits 2002 so stark angegriffen gewesen, dass die Treppe vor dem Abriss gestanden habe. Die Paten hatten sich daher 2007 der Treppe angenommen. „Das Material hat die Stadt gestellt, das Grünflächenamt hat die Reparaturen abgenommen“, fasste Jens Jacobus jetzt beim Ortstermin zusammen. Die Kooperation funktionierte gut. Wie die Pressestelle der Stadt bestätigte, hätten die Paten die Treppe immer vorbildlich repariert. Im Frühjahr 2014 habe die Gruppe einen Tragbalken ausgewechselt, sodass die Treppe noch zwei weitere Jahre habe überstehen können.

Gefährlicher Trampelpfad statt Treppe

Nach dem Sturm sah das anders aus. „Die Treppe war baufällig, die oberen Pfosten hingen in der Luft“, erläuterte Dankmar Rossnagel von der Patenschaftsgruppe. Sie ergänzte: „Unsere Bürgertreppe wurde viel genutzt, weil sie zum Sandstrand führt. Die Stahltreppe ist nicht so beliebt, da sie zum schlechtesten Stück Strand mit vielen Steinen führt.“ Und Jens Jacobus fügte hinzu: „Die meisten Leute kamen über den Weg am Regenwasserauslauf, stellten ihre Fahrräder gleich neben dem Treppenabgang ab, ein idealer Platz.“ Er war dafür, die Bürgertreppe zu ersetzen, „wegen der Abbrüche an der Steilküste müsste sie aber etwas weiter südlich aufgestellt werden.“ Dieser Ansicht ist auch Ortsbeiratsmitglied Volker Oberthür: „Ohne die Holztreppe besteht jetzt zudem die Gefahr, dass Bürger auf einem Trampelpfad die Steilküste herunterkommen.“

Ersatz unwahrscheinlich

Die Chancen für einen Neubau sind derzeit eher gering. Wie die Stadt erläuterte, habe man vor mehr als zehn Jahren die 170 Meter nördlich der „Stubbek“-Treppe gelegene „Jacobsleiter“ durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. Das sei auf Wunsch des Ortsbeirates geschehen, da dort ein höherer Bedarf als an der Südtreppe gesehen worden sei. Der Neubau habe etwa 60000 Euro gekostet. Wegen der Nähe zu diesem Strandzugang sei nicht geplant, die Südtreppe zu ersetzen, zumal die Kosten für deren Neubau wahrscheinlich in der gleichen Größenordnung lägen. Zudem führe in südlicher Richtung der Wanderweg nach 150 Metern an der Slipanlage an den Strand hinunter, sodass es auch keinen Bedarf für einen Trampelpfad zum Strand hinunter geben sollte. Der Zugang zur Stahltreppe müsse nun aufgrund des Küstenrückganges mit einer Stahlkonstruktion verlängert werden. Die Arbeiten sollten je nach Haushaltslage in diesem oder im nächsten Jahr beauftragt werden.

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