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Holtenau wird zum Nadelöhr

Schleuse Holtenau wird zum Nadelöhr

Ab Montag wird in Kiel die Holtenauer Schleuse zum Nadelöhr. Grund ist eine dringende Arbeit an einem Tor der Nordschleuse. Die Folgen werden lange Wartezeiten für die Schifffahrt sein, da dann von vier Schleusenkammern in Kiel nur noch eine bereitsteht.

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Die kleinen Schleusen (links) sind seit Jahren dicht. Ab Montag wird von den großen Schleusen auch nur noch die Südkammer einsatzbereit sein. Der Schifffahrt drohen lange Wartezeiten.

Quelle: Frank Behling

Kiel. „Die Arbeiten sind notwendig“, sagt Matthias Visser vom Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau. Sie sollen nach jetziger Planung bis Donnerstag abgeschlossen sein. Das Brenzlige: Wenn in der letzten Schleusenkammer etwas passiert, ist der Kanal komplett gesperrt. „Wir haben dafür vorgesorgt und werden dann die Nordschleuse – so schnell es geht – wieder in Betrieb nehmen“, sagt Visser.

 Ziel der Aktion ist der Austausch des alten Schleusentors Nummer 4. „Das Tor ist jetzt 20 Jahre im Dienst und muss in die Werft“, sagt Visser. Von dort kommt das jetzt zum Einbau vorgesehene Tor Nummer 6. Es war seit September in Kiel bei der Werft German Naval Yards in der Überholung. Das alte Tor hat auch einige Schäden und ist verschlissen.

 Bei der Schifffahrt hält sich die Freude in Grenzen. „Wir fordern seit Jahren Investitionen in neue Schleusentore“, sagt Jens-Broder Knudsen von der Maklerei Sartori & Berger. Die Pläne für neue Schleusentore liegen bereits vor. Die Kosten sollen sich auf etwa zehn Millionen Euro belaufen.

 In Kiel gibt es zusätzlich noch eine weitere Baustelle. Die beiden kleinen Schleusen sind seit Jahren außer Betrieb. Die erforderliche Reparatur des Mauerwerks ist bereits vom Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau geplant. Das Konzept liegt derzeit jedoch in Berlin im Verkehrsministerium zur Prüfung, wie die Generaldirektion für Schifffahrt mitteilt. Ein Zeitplan für die Reparatur der kleinen Schleusen steht noch nicht. Klar ist aber: „Bevor die Modernisierung der großen Schleusen in Angriff genommen wird, sollen die kleinen Schleusen wieder einsatzbereit sein“, sagt Visser.

 Leidtragende der aktuellen Situation sind auch Touristen. Die Kreuzfahrtreederei Aida hat den Kanal fast komplett aus dem Programm genommen. Wassersportler mit Segel- und Motorjachten müssen vor den Schleusen teilweise mehrere Stunden warten, da sie nur zweitrangig geschleust werden.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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