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Historische Entdeckung aus dem alten Kiel

Schlossquartier Historische Entdeckung aus dem alten Kiel

Die Bauarbeiten am Schlossquartier in der Kieler Innenstadt gehen voran und bringen archäologische Funde zu Tage. Das alte Mauerwerk drei ehemaliger Parzellen aus dem Mittelalter zeigt sich derzeit auf der Westseite der Baustelle.

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Schleswig-Holsteins Kulturministerin Anke Spoorendonk (SSW) und Staatssekretär Eberhard Schmidt-Elsaeßer (SPD) besuchten mit Grabungsleiter Marc Kühlborn (von links) die archäologischen Funde auf der Schlossquartier-Baustelle in Kiel.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Grabungsleiter Marc Kühlborn erklärte: „Anhand des Mörtels wissen wir, dass das Mauerwerk zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert gebaut wurde. In jedem Fall handelt es sich um mittelalterliche Quellen.“ Der Archäologe will in den nächsten zwei Monaten weiter auf Spurensuche gehen. „Das hängt auch mit dem Baufortschritt hier zusammen“, sagte der Grabungsleiter, der in engem Kontakt mit den Bauleuten vor Ort steht. Auf der Südseite der Baustelle kam ein weiteres, massiveres Mauerwerk aus dem 18. Jahrhundert zum Vorschein, das auf ein hohes Gebäude hindeutet.

Spoorendonk besucht Baustelle

„Die Schlossstraße hatte damals als direkte Verbindung zwischen Schloss und Rathaus eine repräsentative Lage“, erläuterte Kühlborn. Im 19. Jahrhundert wohnte hier das Kleinbürgertum. Am Freitag ließ sich Kulturministerin Anke Spoorendonk die historische Entdeckung aus dem alten Kiel zeigen: „Man darf nicht unterschätzen, was es für die Stadt Kiel, die häufig als unscheinbar bezeichnet wird, bedeutet. Es ist eine spannende und großartige Sache, die sich identitätsstiftend für Kiel auswirken wird“, sagte Spoorendonk.

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