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Schneller Helfer (nicht nur) in der Not

Kostenlose Familien-App Schneller Helfer (nicht nur) in der Not

Ein Tipp auf das Smartphone, schon wissen (künftige) Eltern, wo sie Hilfe in fast allen Lebenslagen mit Kindern bis zu sechs Jahren bekommen. Möglich mit einer von Stadt und Kieler Fachhochschule entwickelten Familien-App mit bundesweitem Modellcharakter. Die lässt allerdings noch etwas auf sich warten.

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Sie arbeiten gemeinsam an der Entwicklung einer Familien-App für Smartphones (von links): Prof. Marco Hardimann (FH), Studentin Constanze Grunwald, Bildungsdezernentin Renate Treutel und Annika Poppenborg (Kieler Stadtverwaltung) stellten den App-Dummy schon einmal vor.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Die Entwicklung ist technisch wie methodisch so aufwendig, dass die App erst im Spätsommer zur kostenlosen Nutzung bereitsteht. „Wir sind nach der ersten Ideenentwicklung vor einem Jahr immer noch dicht dran an diesem Projekt und werden unser Versprechen einer Umsetzung ganz sicher auch halten“, wirbt Bildungsdezernentin Renate Treutel um Verständnis für den vergleichsweise langen Entwicklungszeitraum der App. Dies hat auch mit ihrer bundesweiten Einmaligkeit. Denn um das neue Angebot möglichst präzise an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen, wurden mit Eltern zahlreiche Interviews zu Wünschen oder Nutzungsverhalten einer Familien-App geführt.

Nach Auswertung der Gespräche basteln nun im nächsten Schritt Studierende der Fachhochschule (FH) an der Programmierung der App inklusive einer umfassenden Datenbank zu allen möglichst wohnortnahen Kieler Angeboten, die für Eltern unter sechsjähriger Kinder wichtig sein könnten. In den vielen Gesprächen mit den künftigen App-Nutzern stellte sich eine wichtige Anwendungskomponente heraus: Die gesuchte Hilfestellung muss so schnell wie möglich gefunden werden. „Voraussetzung dafür ist eine nutzerfreundliche, aber aufwendig zu programmierende Suchfunktion der App mit direktem Zugriff auf die dort hinterlegten Daten“, erklärte Prof. Hardiman, Leiter der Arbeitsgruppe und Direktor des Kompetenzzentrums Social Media an der FH.

Direkte Möglichkeit, Notrufnummern zu wählen

So finden Eltern zum Beispiel eine Übersicht zu möglichen Themen oder Problemlagen. Stichworte dazu sind zum Beispiel: Kita-Platz beantragen, Elterngeld, Familienversicherung, Angst bei Kindern oder Notfälle wie Sturz, Verbrennung oder Vergiftung. Vorteil dabei: Beim Aufruf der dazu hinterlegten Daten erscheinen automatisch die passenden und per Smartphone sofort anwählbaren Telefonnummern – zum Beispiel die der Gift-Notrufzentrale.

„Damit entfällt gerade die in einer Notlage oft umständliche Suche nach Ansprechpartnern im Internet“, erklärt Constanze Grunwald, die als FH-Studierende die App am Kompetenzzenztrum Social Media mitentwickelt. Aber nicht nur in Notfällen soll die App für die Eltern der etwa 13000 Kinder unter sechs Jahren hilfreich sein. Sie enthält auch Infos zu Beratungsstellen, Formularen, Bildungs- und Freizeitangeboten. Außerdem enthält die App einen Kalender, auf dem Daten zu Vorsorgeuntersuchungen oder Veranstaltungen markiert werden können.

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