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Ortsbeirat will Wappen behalten

Diskussion um Stadtmarke Ortsbeirat will Wappen behalten

Die neue Dachmarke der Stadt sorgte für Diskussionen im Ortsbeirat Schreventeich/Hasseldieksdamm. In einem Antrag wird der Oberbürgermeister gebeten, den Erhalt des Kieler Stadtwappens in der jetzigen Form und Verwendung zu sichern und die Einführung der Stadtmarke nicht weiter zu verfolgen.

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Sie möchten das Kieler Stadtwappen in der jetzigen Form und Verwendung sichern: Die Ortsbeiratsmitglieder Axel Stein (CDU, v. li.), Vorsitzender Timo Dittrich (SPD), Julia Bousboa (Bündnis 90/Die Grünen) und Eberhard Stein (CDU).

Quelle: Karina Dreyer

Schreventeich/Hasseldieksdamm.. Seit 2011 entstand mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Tourismus die neue Dachmarke, die von der Stadt und anderen wie Kiwi und Kiel-Marketing genutzt werden soll, um Kiel als Standort für Arbeit, Forschung und schönes Leben bekannter zu machen. „Die Einführung der Stadtmarke ist mit hohen Kosten verbunden, es gibt in unserem Stadtteil noch viele Straßen und Radwege, die saniert werden müssten, hier fehlt es leider, wie so oft, am Geld“, heißt es in der Begründung des Antrags, für den die Mehrheit im Ortsbeirat stimmte. Das neue Logo reduziere Kiel zudem zu stark auf das Wasser, es fehle ein Bezug zur Wissenschaft und zur Uni. „Das alte Wappen hat seit über 700 Jahren Tradition und ist vielen Kielern zu recht ans Herz gewachsen“, heißt es weiter.

 Annette Wiese-Krukowska, Pressesprecherin der Stadt, betonte während der Sitzung, dass es gilt, die Verbundenheit der Bürger zu ihrem Wappen zu achten. „Derzeit haben wir eine Verwaltungsmarke und eine touristische Marke. Ziel ist es, eine Dachmarke zu haben, unter der sich alle wichtigen Partner zusammentun können, um Kiel als Standort bekannter zu machen“, erklärte sie. „Das Wappen bleibt dabei unangetastet und spielt weiter eine wichtige Rolle als Hoheitszeichen.“ Derzeit sei die Stadtverwaltung dabei der Ratsversammlung einen Vorschlag zu machen, wie das Stadtwappen und die Dachmarke in eine gute Partnerschaft gebracht werden kann. „Es sind schon fast 200000 Euro in die Entwicklung der Markenstrategie gesteckt wurden. Jetzt ist es an der Zeit, dass die Rendite einfahren und sie für die vielfältigen Werbezwecke nutzen können“, warb sie.

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