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Erleichterung nach Verzicht auf Ämtertausch

Schulausschuss Erleichterung nach Verzicht auf Ämtertausch

Die Erleichterung war Kiels Bildungsdezernentin Renate Treutel im Schulausschuss deutlich anzumerken: Eine „tolle Entscheidung“ des Ministeriums sei es gewesen, den ursprünglich vorgesehenen Ämtertausch der Schulräte Barbara Weber (Kiel) und Stefan Beeg (Plön) wieder zurückzunehmen.

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Das Ministerium schickt sie doch nicht nach Plön: Schulrätin Barbara Weber.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Die Bereitschaft des Landes, die Bedenken der Stadt gegen diesen Tausch ernst zu nehmen, lobte die Dezernentin als „bemerkenswert“.

 Die Versetzung der Schulräte habe das Land nicht näher begründet. Dazu seien laut Bildungsdezernentin lediglich „organisatorische Gründe“ angegeben worden. Das Ministerium habe versprochen, die zweite derzeit in Kiel vakante Schulratsstelle so schnell wie möglich auszuschreiben. Ein Mitspracherecht bei der Bewerberauswahl habe die Stadt laut Schulgesetz allerdings nicht. Ihr werde nur ein Anhörungsrecht zugestanden.

 Mit der Rücknahme der Schulratspläne sind die Probleme der Stadt angesichts stark gestiegener Daz-Schülerzahlen (Deutsch als Zweitsprache) aber noch längst nicht vom Tisch. Dazu legte die Dezernentin Daten eines Berichts der Landesregierung zur Integration von Flüchtlingskindern ins Schulsystem vor.

 Hierbei zeigt sich laut Datenstand vom Dezember 2015: In Kiel ist die Konzentration von 474 Daz-Schülern auf zwei Daz-Zentren (plus Außenstellen) mit insgesamt 40 Klassen besonders hoch. Zum Vergleich: In Lübeck verteilen sich 287 Daz-Schüler auf 14 Daz-Zentren mit insgesamt 27 Klassen. Bei der Zahl der Daz-Schüler kommt Kiel nach Pinneberg (634) und Rendsburg/Eckernförde (506) landesweit auf Platz drei.

 Diese Schülerkonzentration in Kiel auf vergleichsweise wenige Schulstandorte hielt Renate Treutel für „problematisch“: „Die bekannt gewordenen Vorfälle an manchen Schulen zum Teil mit Polizeieinsätzen machen deutlich, dass wir hier stärker verteilen sollten.“ Zu einer Entlastung beitragen sollen auch Angebote des schulpsychologischen Dienstes der Stadt, der für Lehrer Supervision und Coaching für den Umgang mit Flüchtlingskindern anbieten will. küp

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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