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Leuchtende Westen für mehr Sicherheit

Schulweg Leuchtende Westen für mehr Sicherheit

Der ADAC will den Schulweg für Schulanfänger noch sicherer machen - deshalb werden insgesamt 727.671 Sicherheitswesten kostenlos an 15.821 Schulen verteilt. In Schleswig-Holstein gaben am Freitag der ADAC-Vorsitzende Ulrich Becker und Landesverkehrsminister Reinhard Meyer gemeinsam an der Kieler Reventlouschule den Startschuss für die sechste Aktion.

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ADAC Schleswig-Holstein: Start der Verteilung von Sicherheitswesten an der Kieler Reventlouschule mit Verkehrsminister Reinhard Meyer (vorne rechts) und dem ADAC-Vorsitzenden Ulrich Becker (links) an alle Erstklässler.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Nuri ist nicht schüchtern: „Hilfst du mir mal, die passt nicht“, sagt der Sechsjährige, der gerade eingeschult wurde, und stellt sich vor Reinhard Meyer auf. „Klar!“, sagt der Minister und hilft dem Kleinen. Nuri ist zufrieden. Kurz zuvor hatten alle 74 Erstklässler der Reventlouschule von dem Minister und dem ADAC-Vorsitzenden die leuchtend gelben und reflektierenden Sicherheitswesten erhalten. Beide baten die Mädchen und Jungen der Reventlouschule und die aller anderen Schulen im Lande, die Westen zukünftig zu tragen. „Die Westen sind das richtige Mittel, um die Sichtbarkeit und damit auch die Sicherheit der Kinder zu erhöhen“, sagte Meyer.

 Ulrich Becker wies auf die hohen Unfallzahlen hin, die nach wie vor alarmierend seien. So seien in Deutschland im Vorjahr 28.674 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr verunglückt. 71 von ihnen starben. Bei den Grundschülern zwischen sechs und neun Jahren sei die Bilanz ähnlich: 7636 waren in Unfälle verwickelt, 14 kamen ums Leben. „Kinder verunglücken im Herbst deutlich häufiger als im Sommer“, sagte Becker. Der Blick in die Unfallstatistiken zeige auch, dass die Unfallhäufigkeit morgens, mittags und noch einmal in den frühen Abendstunden ansteige. Also genau die Zeiten, so Becker weiter, zu denen Kinder zur Schule gingen, nach Hause kämen oder vom Spielen heimliefen.

 Mit Blick auf die Unfallzahlen in Schleswig-Holstein vermeldete Becker einen leichten Anstieg. Zwischen Juli 2014 und Juni 2015 habe es 12.443 Unfälle mit Personenschaden gegeben. Etliche der Verletzten seien Kinder, von denen wiederum viele auf dem Schulweg verunglückt seien. „Wir wollen mit der Westen-Aktion wie auch mit anderen Aktionen dafür sorgen, dass diese Zahlen weiter zurückgehen. Jedes Unfallopfer ist eines zu viel“, sagte Becker.

 Der ADAC-Vorsitzende riet den Eltern darüber hinaus, den Schulweg mit ihrem Nachwuchs zu üben. Gefordert seien aber auch die Kommunen, die Voraussetzungen für einen gefahrlosen Schulweg zu schaffen. Zudem appellierte er an die Autofahrer, stets ein waches Auge auf Kinder am Fahrbahnrand zu haben und in der Nähe von Schulen besonders vorsichtig zu fahren.

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