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Noch gut für den Mittagstisch

Schweinelaster-Unfall Noch gut für den Mittagstisch

Schwein gehabt, hat am Dienstag im wahrsten Sinne des Wortes, der Fahrer eines Fleischtransporters. Als er um 2.17 Uhr seinen Lkw samt Anhänger über den Parkplatz an der Neuen Hamburger Straße wenden wollte, geriet der Anhänger in die Böschung und stürzte mit 160 Schweinehälften um.

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Ein Schweinelaster kippte beim Wendemanöver auf der Neuen Hamburger Straße in die Böschung.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Schwein gehabt, das hatte am Dienstag im wahrsten Sinne des Wortes der Fahrer eines Fleischtransporters. Als er um 2.17 Uhr seinen Lkw samt Anhänger über den Parkplatz an der Neuen Hamburger Straße im Kieler Süden wenden wollte, geriet der Hänger in die Böschung und stürzte mit 160 Schweinehälften um. Der Schreck war groß, verletzt wurde niemand.

Hier finden Sie Fotos von dem Unglück auf der Neuen Hamburger Chaussee.

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Die Bergung des Anhängers sollte sich aber als schwierig erweisen, rund sieben Tonnen Fleisch mussten zuerst von Hand umgeladen werden, bevor ein Spezialkran am Mittag den Lkw-Anhänger aus der Böschung ziehen konnte. Für die Bergung musste die Straße nach Angaben der Polizei am Mittag für eine Stunde voll gesperrt werden. Vorher war der Verkehr in Richtung Molfsee über den Parkplatz an der Unfallstelle vorbeigeführt worden.

Am Morgen war auch das Veterinäramt Kiel zum Unfall hinzugezogen worden. „Dass der Anhänger umgekippt ist, bedeutet nicht zwingend, dass das Fleisch nicht mehr als Lebensmittel verwertbar ist“, sagte Amtstierarzt Dr. Kai-Andreas Wennemuth. Vor dem Umladen werde geprüft, ob das Fleisch zum Beispiel durch auslaufende Flüssigkeiten kontaminiert und ob die nötige Kerntemperatur von sieben Grad noch gegeben sei. Auch das Umladen selbst werde vom Veterinäramt überwacht: Wichtig sei, dass die Hygienevorschriften eingehalten werden und die Mitarbeiter die nötigen Schutzanzüge tragen.

Nur eine Schweinehälfte entsorgt

„Wir haben nur Verunreinigungen durch die Schmiere der Scharniere für die Fleischerhaken festgestellt, an denen die Schweinehälften aufgehängt waren“, sagte Wennemuth, die könnten jedoch entfernt werden. Die Kerntemperatur sei zum Teil überschritten worden, so dass das Fleisch seines Erachtens nur noch eingeschränkt zu verwenden sei. Die endgültige Entscheidung darüber treffe aber das Veterinäramt am Sitz des Unternehmens. Bis zum Eintreffen dort wurde der Transporter mit einer Plombe versiegelt.

„Wir mussten nur eine Schweinehälfte komplett entsorgen“, sagte Michael Hargens, Geschäftsführer des Fleischgroßhandels Richard Basche aus Itzehoe, am Nachmittag. Ein amtlicher Tierarzt aus dem Kreis Steinburg habe jede Schweinehälfte geprüft und nach dem Putzen für den Verzehr freigegeben. „Die restlichen Hälften werden jetzt nachgekühlt und dann normal verarbeitet“, erklärte Hargens. Eine Einschränkung seitens des Veterinäramtes habe es nicht gegeben.

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