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Hell, lecker und endlich kein Provisorium mehr

Schwentine-Mensa Hell, lecker und endlich kein Provisorium mehr

Currywurst-Pommes war der Renner bei den Studenten der FH Kiel am ersten Tag, an dem die Schwentine-Mensa wieder ihren normalen Betrieb aufnahm. Nach fünfmonatiger Sanierung brodelte und brutzelte es endlich wieder in der eigenen Mensaküche – und die Studenten dürfen sich auf Aktionsgerichte freuen.

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Sauber und modern zeigt sich der sanierte Speisesaal der Schwentine-Mensa an der Fachhochschule.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Neumühlen-Dietrichsdorf. Ein Feuer hatte den Mensabetrieb von Juni bis Oktober weitgehend lahm gelegt. Küche und Büroräume wurden komplett zerstört. Der Speisesaal blieb von den Flammen verschont, der Ruß hat sich aber durch die Lüftungsanlage im ganzen Gebäude verteilt. „Alles musste komplett gereinigt und neu gestrichen werden“, sagt Kerstin Klostermann, Sprecherin des Studentenwerks. 500000 Euro hat die Instandsetzung gekostet.

 „Die Mensa strahlt wieder, es ist viel heller und freundlicher geworden“, sagt Noémia de Oliveira (21), die mit ihren Kommilitonen gleich am ersten Tag das frisch gekochte Mittagsangebot nutzte. Grund dafür ist, dass die ehemals dunkel angestrichenen historischen Dachbalken wegen des Rußes abgestrahlt werden mussten.

 Als Zwischenlösung haben René Steinkamp (22) und Rebecca Kleinebekel (22) den Imbisswagen auf dem Campus genutzt oder die Snack- und Suppenauswahl der Cafeteria im kleinen Hörsalgebäude. „Beim Imbiss gab es jeden Tag Pommes und die Cafeteria war wahnsinnig überfüllt“, urteilen die beiden Studenten im zweiten Semester.

 Seit Mitte September konnte bereits der Speisesaal für eine provisorische Essensausgabe geöffnet werden. In dieser Zeit wurde dieser mit Speisen aus der Uni-Mensa I am Westring beliefert. „In der Zeit konnten wir zwischen 400 bis 500 Essen am Tag ausgeben“, sagt Mensaleiter Uwe Kornhaas. Im normalen Betrieb gehen zwischen 800 und 1000 Essen über die Verkaufstheke. „Die Studenten kommen in zwei Wellen, das Angebot wird gut genutzt“, sagt Kohlhaas. Neben Studenten kommen auch einige ältere Leute aus der Umgebung zum Mittagessen vorbei und zahlen dann etwas teurere Gastpreise.

 Neben Spaghetti mit Bärlauch (3,20 Euro für Studenten) und Kichererbsenbällchen mit persischem Reis (3,20 Euro) stand am ersten Tag auch Kokosmilchreis mit Mangotopping auf der Speisekarte. Grund für die fleischlose Karte war der Veganer-Aktionstag, der besonders Sandra de Boer freute. „Ich bin Vegetarierin und habe sonst meist nur ein Gericht zur Auswahl“, sagt die 24-Jährige. Ihre Mitstudentinnen Conny Augustin (22) und Marie-Christin Koch (23) ließen sich die Spaghetti munden. „Die Portionen sind gut, wir kommen wieder“, sagen die beiden Kielerinnen.

 „Vegetarische und vegane Gerichte sind ein Trend, den wir mit unserer Küche aufgreifen“, erläutert Kornhaas. Deswegen gibt es zum Beispiel auch den „Schwentine-Mensa-Burger" in zwei Varianten – mit und ohne Fleisch. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt“, urteilte Özgür Ates (19), der sich neben den Spaghetti auch noch einen Beilagensalat und eine Rote Grütze zum Nachtisch gönnte.

 Besonders froh ist Kohlhaas, dass nun endlich wieder normales Besteck und Geschirr genutzt werden kann, denn auch da gab es eine Übergangslösung aus Plastik, das nach dem Essen weggeworfen wurde. Auch wenn noch das eine oder andere Küchengerät angeschafft und ein paar Tische umgestellt werden müssen, sind Kornhaas und sein Team mit dem Auftakt zufrieden. Ab dem heutigen Mittwoch gibt es einige Aktionsgerichte, darunter ein Dessertbüfett und ein Spezial-Menü.

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