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Thema VW-Skandal: Unter den Verruchten

Schwichtenberg-Drahtobjekt Thema VW-Skandal: Unter den Verruchten

In diesem Jahr heißt die Plastik, die der emeritierte Muthesius-Professor Bernhard Schwichtenberg in einer Auflage von zehn handsignierten Exemplaren fertigt und meistbietend für den guten Zweck versteigert, „Riesenrute für V-W – Verlogene Weihnachten 2016“. Es ist inzwischen das 43. Drahtobjekt des Künstlers.

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Schwichtenbergs Drahtobjekt in diesem Jahr: Ein Spielzeug-Polizeiauto der Marke VW mit einer Reisig-Rute aus Metall.

Quelle: Bernhard Schwichtenberg

Kiel. Jetzt ist wieder Advent, und in den Tagen bis Weihnachten dürfte die Wendung „Alle Jahre wieder...“ reichlich strapaziert werden. Zum Hochfest der christlichen Nächstenliebe gehören aber nun einmal gute Traditionen – eine besonders schönsten sind die alljährlichen Drahtobjekte, mit denen der Kieler Künstler Bernhard Schwichtenberg (78) einen vorfestlichen Zwischenruf gibt.

 Immer Ende November, sagt Schwichtenberg, geht er in sich und überlegt, welches Thema das allmählich verstreichende Jahr überschattet hat. „Kriege und Flüchtlingsfragen habe ich bereits und zum Teil mehrfach behandelt, aber das dominierende Jahresthema 2016 war sicherlich der ungeheuerliche Abgasbetrug bei VW“, bilanziert er. Und so war die Idee, die „Geburt Jesu in einer Welt des organisierten millionenfachen Betrugs“ (so der Untertitel seiner diesjährigen Arbeit) darzustellen, rasch geboren. Umgesetzt hat er sie mit Spielzeug-Polizeiautos der Marke VW aus chinesischer Massenproduktion, denen er mit einer im Verhältnis dazu riesigen Rute eine sinnbildliche schwere Last aufs Dach lötete.

Die Versteigerung

Das Mindestgebot für die gut zehn Zentimeter hohen Drahtobjekte beträgt 150 Euro. Gebote nimmt der Künstler bis zum 31. Dezember entgegen – per E-Mail an b.schwichtenberg@gmx.de sowie per Post: Karl-Müllenhoff-Weg 7 in 24159 Kiel. Der Erlös geht ohne Abzug an die Menschenrechtsorganisation Amnesty International und gilt laut Schwichtenberg „den Folteropfern und politischen Gefangenen in der Türkei“.

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Ein Artikel von
Thomas Paterjey
Lokalredaktion Kiel/SH

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