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Rathje Werft plant Bau von Wohnjachten

Schwimmende Eigenheime Rathje Werft plant Bau von Wohnjachten

Die Rathje Werft in Friedrichsort startet wieder mit dem Bau von Sportbooten. Fast 20 Jahre nach der Ablieferung der letzten Segeljacht aus Mahagoni-Holz soll im nächsten Jahr der Bau von Wohnjachten einer neuen Klasse beginnen.

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Ein Rumpf aus Beton, Decks aus Holz und große Fenster für viel Licht: Die Rathje Werft will ab nächstem Jahr die Wohnschiffe vom Typ „Pahi-C 60“ in Friedrichsort bauen. Das erste Exemplar ist bereits bestellt und hat auch einen Liegeplatz.

Quelle: Frank Behling

Kiel. „Wir wollen Sportboote für Menschen bauen, die auf diesen Booten auch leben möchten“, sagt Geschäftsführerin Edith Vonhoff. Der Begriff Hausboot wird dabei bewusst vermieden. „Es handelt sich um Jachten, die als Sportboote klassifiziert sind und auch selbst fahren können“, so die Geschäftsführerin. Vom Hamburger Design-Büro „iYacht“ hat die Werft ein Sportboot entwickeln lassen, das auch als schwimmendes Eigenheim dienen kann. Das Boot vom Typ „Pahi C 60“ ist 18 Meter lang, hat einen Beton-Rumpf und verfügt über einen eigenen Antrieb und kann deshalb auch für Ausflüge auf Förde und Kanal genutzt werden. „Wir haben bereits den Auftrag für das erste Boot. Baubeginn ist 2018“, sagte Vonhoff.

Auf dem überarbeiteten Werftareal soll eine kleine Marina entstehen

„Wir haben in den kommenden Jahren hier viel vor“, sagt die Chefin. Das Werftareal soll überarbeitet werden. Der Hafen bekommt dafür nicht nur Fäkalienabsaugtechnik, Stromanschlüsse und Wasserleitungen an die Piers, sondern auch Parkplätze für Elektroautos und Elektrofahrräder. Aber auch die Lieferung von Proviant und Ersatzteilen gehören zum Angebot. Es soll zusätzlich eine kleine Marina entstehen, die als Heimathafen für Jachten dient. Ein Herzstück ist der Bau des neuen „Stegs Ost“. Mit ihm sollen 23 neue Liegeplätze für Jachten zusammen mit einer Schutzmauer entstehen. Damit wird das Werftgelände auch zu einer Marina. „Unser Ziel ist es, hier auch ganzjährig Betrieb zu haben“, so Kay Dürschke, Projektleiter. Bislang hat die Werft 48 Liegeplätze für Motor- und Segeljachten. Durch die Steigerung auf 71 Plätze ist das Potenzial für mehrere Typen von Jachten vorhanden.

Die erste Wohnjacht des neuen Typs soll nach dem Stapellauf auch im Hafen der Rathje Werft einen Liegeplatz haben. „Damit können wir das bieten, was bei Hausbooten so schwer ist“, sagt die Chefin. Wenn die Nachfrage es zulässt, soll der Bootstyp danach in Serie gebaut werden. Für die Werft soll so ein weiteres Standbein entstehen.

 

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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