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Kieler können übers Wasser wandeln

Schwimmender Steg Kieler können übers Wasser wandeln

Der Kleine Kiel zeigt sich ab dem kommenden Jahr von einer neuen Seite: Die Stadt baut einen schwimmenden Bogensteg in Höhe des Hiroshimaparks, um den Stadtteich attraktiver zu machen.

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Auf Höhe des Hiroshimaparks soll der Kleine Kiel im kommenden Jahr einen neuen Steg bekommen.

Quelle: Frank Peter

Kiel. 450000 Euro soll die Konstruktion kosten. Der Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung bei Enthaltung der CDU grünes Licht dazu gegeben. Damit geht die Umgestaltung des innerstädtischen Gewässers in die nächste Runde.

Kieler, Landschaftsarchitekten und Stadt hatten sich vor zwei Jahren im Rahmen einer Bürgerbeteiligung Gedanken über ein städtisches Konzept gemacht, wie die Zukunft des Kleinen Kiels aussehen könnte. Das war notwendig: Das historische Gewässer, einst Außengrenze der Kieler Altstadt und heute eine grünen Oase im Stadtzentrum, stand seit längerer Zeit ökologisch auf der Kippe. Zudem ist die alte Befestigung aus Bongossiholz durch die hohen Wasserstände unterspült worden und dadurch am Ende ihrer Lebensdauer angekommen. Das Grünflächenamt hat in diesem Jahr mit schwimmenden Röhrichtinseln eine dauerhafte und pflegeleichte Lösung umgesetzt. Versuche aus dem vergangenen Jahr haben gezeigt, dass die Pflanzen gut wachsen, nicht von den Gänsen abgeknabbert werden und das Ufer vor hohen Wasserständen schützen.

Dazu sollte das Gewässer mit dem Bogensteg angehübscht werden. Das Konzept für die komplette Umgestaltung wurde bereits 2013 vorgestellt – und immer wieder vertagt. CDU und Piraten wollten zuletzt Anfang 2014 nicht über die Maßnahme abstimmen, weil ihnen konkrete Zahlen zu den Kosten fehlten. Und es ging darum, ob der Schwimmsteg, der sich den Wasserständen anpasst, nun wirklich sein müsse. Kritisiert wurde, dass möglicherweise der Bau- und Unterhaltungsaufwand zu hoch sei. Außerdem werfen die Weiden an der Stelle Schatten.

Doch jetzt steht der Verschönerungsmaßnahme nichts mehr im Weg: „Die Kosten in Höhe von 450000 Euro sind im laufenden Haushalt des Grünflächenamtes eingestellt“, sagte Petra Holtappel, kommissarische Leiterin des städtischen Grünflächenamtes. Das Projekt wurde bereits mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung abgestimmt. Im kommenden Jahr soll nun der Steg gebaut und zu Wasser gelassen werden.

Die Konstruktion wird etwa 60 Meter lang und besteht aus hochwertigem Material. Verbaut werden Stahl und glasfaserverstärkte Kunststoffbohlen. Diese hochwertige Ausführung verringere den Pflegeaufwand, sagt Holtappel. Das sei auch der Grund für die hohen Kosten. Auf die geplante beleuchtete Kunststoffbank an der mit sieben Metern breitesten Stelle will die Stadt aus Kostengründen zunächst verzichten. Mehr als 100000 Euro sollte sie kosten. Ursprünglich waren noch eine Rasentreppe und ein Bootsverleih mit Kiosk und Toiletten geplant. Je nach Haushaltslage könnte die Stadt alles Schritt für Schritt umsetzen.

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Günter Schellhase
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