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Speed-Dating für Energieforscher

"Future Energies" in Kiel Speed-Dating für Energieforscher

Über 100 Wissenschaftler präsentierten in der Kieler Sparkassen-Arena ihre Arbeit beim „Science Match Future Energies“ in dreiminütigen Schnellvorträgen. Sie präsentierten den Stand der Energieforschung - und warben um die Aufmerksamkeit von Politik und Wirtschaft.

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Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU, l) und Umweltminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) sitzen in der Sparkassen-Arena in Kiel (Schleswig-Holstein) bei dem Kongress Future Energies 2017 im Publikum.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. "So viel Zeit muss sein: Moin!" – Ilja Tuschy nimmt sich einen kostbaren Moment für eine Begrüßung. Die Zeit drängt: Neben dem Professor der Hochschule Flensburg steht ein Countdown-Monitor, die Sekunden purzeln unerbittlich. 180 davon hat Tuschy zur Verfügung, dann ist Schluss. Er ist einer von 102 Referenten, die am Mittwoch in der Kieler Sparkassen-Arena am "Science Match Future Energies 2017" teilnehmen.

Es so etwas wie eine Hochgeschwindigkeits-Leistungsschau der Energiewende, eine Wasserstandsmeldung zum Status quo der Forschung – vor den Augen und Ohren von Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Start-Ups und Kollegen aus der Wissenschaft. Rund 1000 Gäste sind heute gekommen und folgen den dreiminütigen Vorträgen. Das Idealziel: Vernetzung, vielleicht eine Kooperation oder gar eine Investition. 

"Wir sind Pioniere der Windkraft gewesen, sind das Land der erneuerbaren Energien. Wir brauchen intelligente Lösungen", sagt Ministerpräsident Daniel Günther in seiner Rede, die den vom "Tagesspiegel" veranstalteten Kongress eröffnet. "Meine Überzeugung: Es bringt wahnsinnig viel, wenn Sie sich vernetzen. Wenn jeder seinen eigenen Striemel macht, funktioniert es nicht." 

Nach Günthers Auftritt geht es mitten rein in die Zukunftsfragen der Energie. Es geht um plasmonische Nanostrukturen, um die Besteuerung von Offshore-Windkraftanlagen und um saubere Energien für die Luftfahrt. Die Themen, so vielfältig wie die Referenten, die sie auf der Bühne im Eiltempo aufs Wesentliche eindampfen. Eines ist allen gemein: Sie tragen Sorge für die Zukunft der Energie. 

In den drei über den Tag verteilten Pausen kommt man ins Gespräch, knüpft Kontakte, diskutiert. Günther bleibt während des gesamten ersten Blocks, hört angeregt zu und zeigt sich anschließend begeistert. Dabei ging er mit der Hypothek der Erfahrungen aus Berlin ins Science Match: "Bei den Sondierungsgesprächen ist so ein Format gescheitert."

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