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Mit der Krankheit hart am Wind

Segel gegen Krebs Mit der Krankheit hart am Wind

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hat erneut mit Erfolg „Segel gegen Krebs“ gesetzt. Der 2. Benefiz-Cup, zu dem der UKSH-Freunde- und Förderverein am Sonntag nach Schilksee geladen hatte, war mit 18 Mannschaften ausgebucht. Startgelder und Spenden erbrachten einen Erlös von 7000 Euro.

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Volker Ehlich, Adelheid Hecker, Lothar Iwanski und Melanie Riechen (von links) bildeten mit Skipper Christoph Körner (links) die Crew des Patientenbootes. Bei der Regatte hatten alle viel Spaß.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Die Spenden kommen direkt der Sport- und Bewegungstherapie am Krebszentrum Nord des UKSH zugute. Vier onkologische Patienten, alle Teilnehmer der Sport- und Bewegungstherapie, waren als Crew an der Regatta dabei.

 Der Sport hat im Leben von Volker Ehlich schon immer eine große Rolle. „Ich war immer aktiv, habe regelmäßig in der Ostsee gebadet“, erzählte der Diplom-Restaurateur aus Eckernförde. Dann veränderte eine Krebserkrankung sein Leben. Dass er jetzt am Krebszentrum im Rahmen eines Sportprogramms Hilfe und Unterstützung erhält, findet er wunderbar.

 Auch für Adelheid Hecker ist das Leben dank des Sports schöner geworden. „Ich fühle mich besser“, sagte die Kielerin. Lothar Iwanski hat die Teilnahme an der Sport- und Bewegungstherapie geholfen, Psyche und Körper zu stärken. „Die Fitness ist wieder da“, sagte der Altenholzer. Die drei, wie auch Melanie Riechen aus Flintbek, waren begeistert, mit dem Kieler Sportstudenten Christoph Körner am Steuer der Mantra 28 den Dreieckskurs vor Schilksee mitsegeln zu können. „Wir können andere nur ermutigen, ebenfalls an dem Sportprogramm teilzunehmen“, sagte Volker Ehlich.

 Auf die besondere Bedeutung, ein wissenschaftlich begleitetes Sportprogramm für an Krebs erkrankte Menschen anbieten zu können, wies Prof. Christoph Röcken hin. „Körperliche Aktivität ist für Tumorpatienten ein wichtiger Bestandteil der Therapie“, sagte der Direktor am Krebszentrum Nord. Da dieses Programm aber leider nicht von den Krankenkassen bezahlt werde, müsse es durch Spenden mitfinanziert werden. Seit der Gründung im Jahre 2008 konnte das Angebot erweitert werden.

 Wie Dr. Thorsten Schmidt, Leiter Supportivangebote am Krebszentrum Nord, erklärte, würden zurzeit 200 Patienten aus ganz Norddeutschland die Therapiestunden besuchen. Der Segel-Benefiz-Cup trage mit Spenden und Teilnahmegebühren dazu bei, weitere kostenlose Sport- und Bewegungsangebote für Krebspatienten am UKSH zu ermöglichen. Bei der Premiere im Vorjahr gab es einen Erlös von 4200 Euro.

 Beim Benefiz-Cup – gestartet von Kiels Stadtrat Gerwin Stöcken und auf dem Wasser organisiert vom Segelzentrum der Christian-Albrechts-Universität – wurde nicht nur gesegelt. Passend zu den Themen Krebs, Sport und Ernährung hielten Medizin- und Ernährungsexperten des UKSH Vorträge. Prof. Röcken und Dr. Schmidt standen für Fragen und Antworten zur Verfügung. Miriam und Carsten Köthe berichteten über ihre persönlichen Erfahrungen mit der Erkrankung.

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