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"Gorch Fock“ fällt länger aus als erwartet

Segelschulschiff "Gorch Fock“ fällt länger aus als erwartet

Der Heckspiegel ragt aus dem Dock heraus, und das Stadtwappen von Kiel grüßt vorbeifahrende Boote. Mehr gibt es vom Segelschulschiff „Gorch Fock“ im Schwimmdock der Bredo-Werft in Bremerhaven seit Monaten nicht zu sehen. Und das wird auch noch so bleiben.

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Die Rückkehr des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ aus der Werft verzögert sich weiter.

Quelle: Frank Behling/Archiv

Kiel/Elsfleth. Die Werftzeit verlängert sich außerplanmäßig um weitere drei bis vier Monate. Grund: Neben der Erneuerung der Masten muss auch der Decksbelag aus Teakholz erneuert werden, bestätigte am Dienstag Marinesprecher Fregattenkapitän Achim Winkler in Kiel. Die Erneuerung der Masten soll im Frühjahr abgeschlossen werden, da die Fertigung in der Nähe der Werft an der Weser erfolgen kann. Beim Holz sieht es aber schwieriger aus. Die etwa 1000 Quadratmeter Teak-Holzplanken müssen aus Südostasien geliefert werden. Und die Nachfrage ist derzeit groß: Kreuzfahrtschiffe, Luxusjachten und andere Segelschiffe benötigen große Mengen Teak für ihre Decks.

Die Werftzeit des Segelschulschiffes wird sich damit bis in den Sommer nächsten Jahres hinziehen. Die geplanten Teilnahmen am Hamburger Hafengeburtstag und der Kieler Woche sind damit geplatzt. Derzeit rechnet die Marine damit, dass das Schiff im August 2017 wieder in Fahrt kommt. Daher wurden die beiden Ausbildungsreisen im April und Mai sowie August und September gestrichen. Nach der Werftzeit soll zuerst die Stammbesatzung die Möglichkeit zur Ausbildung mit ihrem Schiff bekommen.

Mit über eineinhalb Jahren wird diese Zwangspause die längste für das 1958 gebaute Schiff sein. Die Kosten für die neuen Masten waren zunächst auf 20 Millionen Euro beziffert worden. Wie teuer die Werftzeit jetzt wird, steht noch in den Sternen.

Nach der Rückkehr aus der Werft wird die Besatzung dann auch die Planung für die große Karibik-Reise wieder angehen. Sie soll mit einjähriger Verspätung im November nächsten Jahres starten.

Den im Juli dieses Jahres in die Marine eingetretenen Offizieranwärtern wird das nicht viel helfen. „Die Offizieranwärter wurden in der vergangenen Woche darüber informiert, dass sie nicht mit der ,Gorch Fock’ fahren werden“, sagte Winkler. Diese 250 Soldaten müssen sich bei ihrer seemännischen Grundausbildung mit den kleinen Dienstsegelbooten der Marineschule Mürwik begnügen.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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