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Neuer Anlauf zur Wohnanlage

Senioren Neuer Anlauf zur Wohnanlage

Die Pläne, auf der Grünfläche an der Ecke Buschkoppel und Segeberger Landstraße in Kiel eine barrierefreie, auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnittene Wohnanlage mit 3300 Quadratmetern Nutzfläche zu errichten, sind vom Tisch. Im Gespräch ist jetzt, dort ein Gebäude mit etwa 15 Wohneinheiten zu bauen.

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Auf der Fläche an der Ecke Buschkoppel und Segeberger Landstraße ist ein Neubau geplant, in dem barrierefreies Wohnen möglich sein soll.

Quelle: Ingrid Haese

Kiel. Konkrete Pläne dazu und einen Investor gibt es noch nicht.

 Im Mai 2013 hatte Projektentwickler Horst Diekmann von der Winga Immobilien Entwicklung GmbH erste Entwürfe für ein Laubenganggebäude mit drei Wohngeschossen, Atrium und Parkebene (wir berichteten) vorgestellt. Auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Wellsee/Kronsburg/Rönne im Vereinsheim des SC Fortuna Wellsee erläuterte der Vorsitzende Marco Outzen, es sei für Projektentwickler Diekmann schwierig gewesen, einen Investor zu finden. Schließlich sei die Anhandgabefrist abgelaufen. Der Ortsbeirat habe dann Kontakt zu Bürgermeister Peter Todeskino aufgenommen. Einige Mitglieder hätten am 15. Juli mit ihm gesprochen. Als Teil des dritten Wohnungsbaupaketes solle das Grundstück nun doch ausgeschrieben werden.

 Das Stadtplaungsamt lege die baulichen Rahmenbedingungen fest, die Immobilienwirtschaft kümmere sich um die Vermarktung. Ursprünglich sollten um die 42 Wohnungen entstehen, jetzt falle alles mit etwa 15 Wohnungen deutlich kleiner aus. Mit dem Exposé sei frühestens im November zu rechnen, die Stadt habe mit der Unterbringung der Flüchtlinge viel zu tun, sodass sich dort derzeit die Prioritäten veränderten. Sowohl Todeskino als auch das Stadtplanungsamt gingen davon aus, dass sich für das Projekt in Wellsee ein Investor finden lasse. „Unser Ziel ist nach wie vor seniorengerechtes, barrierefreies Wohnen, aber wir haben auch über generationsübergreifendes Wohnen gesprochen. Eine Idee wäre vielleicht auch genossenschaftliches Wohnen. Und wir streben eine öffentliche Förderung an, damit die Mietpreise moderat bleiben“, sagte Marco Outzen weiter.

Mit sozialem Wohnungsbau

 Der Ortbeiratsvorsitzende betonte, Wellsee brauche dringend ein solches Projekt, damit Ältere im Stadtteil bleiben könnten. Wie Gabriele Wiesmann-Liese, Leiterin der städtischen Immobilienwirtschaft, erläuterte, sollen keine Eigentumswohnungen, sondern Mietwohnungen in Kombination mit sozialem Wohnungsbau entstehen. Vorgesehen sei ein deutlich zurückhaltenderes Gebäude und deutlich mehr Freifläche. In dem Exposé werde auch eine Quote für den sozialen Wohnungsbau genannt. Es werde sicher nicht einfach sein, mit den vorgegebenen Rahmenbedingungen einen Investor zu bekommen. So interessant sei die Fläche für einen Investor nicht.

 Eine Bebauung des Grundstücks an der Ecke Buschkoppel und Segeberger Landstraße – eine Grünfläche mit Gehwegen, Spielplatz und öffentlichen Stellplätzen – ist nicht unumstritten. Eine Anwohnerinitiative hatte sich schon vor zwei Jahren gegen die von Projektentwickler Horst Dieckmann vorgestellte Wohnanlage ausgesprochen und sich für den Erhalt der Grünanlage eingesetzt. Im September 2013 gab es eine Unterschriftaktion. Auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates betonte Mitinitiatorin Cornelia Segler: „Wir haben damals 700 Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt, die Ablehnung gegen das Bauvorhaben besteht noch immer“, sagte sie. „Es kann nicht sein, dass für 15 Wohneinheiten ein ganzes Wohnviertel kaputt gemacht wird, wir haben auf der Fläche einen richtigen Park, einen Treffpunkt für die Wellseer, in dem die Leute spazieren gehen.“ Dieser müsse nur mal ordentlich gepflegt werden.

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