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Der Virus der Fröhlichkeit ist ansteckend

Seniorenkarneval in Kiel Der Virus der Fröhlichkeit ist ansteckend

Ansteckend ist der Karneval, findet der Kieler Prinz Horst I. „Denn der Virus der Fröhlichkeit macht sich in der Halle breit“, reimte das närrische Oberhaupt beim 51. Seniorenkarneval in der Sparkassen-Arena. Wobei Besucher und Karnevalisten sich auch fragten, ob das Event in der nächsten Session bestehen bleibt.

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Große Freude für die Senioren: Der Besuch des Kinderprinzenpaares Nick I. und Friederike I. vom Rhenania Carneval Club (RCC), begleitet von der Prinzengarde.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Alljährlich lockt das Komitee Kieler Karneval (KKK) zu dem dreistündigen Vergnügen, rund 2000 ältere Besucher kamen, sahen und amüsierten sich über die Büttenreden, Tanzmariechen, Schautänze, singenden Clowns und kraftvollen Klänge. „Es ist alles wieder toll, die ganze Atmosphäre gefällt mir. Als ich noch jung war, habe ich mich auch gerne zum Karneval verkleidet“, schwärmte Erika Herrmann (70). Auch Erna Bruder liebt das närrische Treiben auf der Bühne, zum dritten Mal ist die 72-Jährige dabei. Dass der Seniorenkarneval mal eingestellt werden könnte, weil die Nebenkosten (KN berichteten) immer höher werden, fände sie sehr traurig. „Es fehlt ja meistens das Geld dafür, das war bei den Butterfahrten damals so ähnlich“, bedauert sie.

 Doch ein Karnevalist wäre kein Karnevalist, wenn er Trübsal blasen würde. „Gleich nach der Session werden wir uns alle an einen Tisch setzen und überlegen, wie es weitergeht und welche Alternativen wir haben“, zeigte sich KKK-Sprecher Ulrich Wöhlert optimistisch. Von den Senioren Eintritt zu nehmen, wäre für ihn schwer vorstellbar. „Was 50 Jahre lang kostenfrei war, können wir jetzt nicht mit einem Beitrag versehen“, sagt er. Dass nachgedacht werden müsse, sei klar. In diesem Jahr kamen nur rund 2000 Besucher, 2015 waren es noch 3000. „Dabei haben wir 7000 Einladungen verschickt“, erklärt Wöhlert. Vielleicht liege es auch daran, dass es für viele Senioren schwierig sei, zur Veranstaltung zu kommen. „Vielleicht finden sich ja für das nächste Jahr ein paar Busunternehmen“, hofft auch KKK-Präsident Klaus Helmut Volkmann. Die Karnevalisten wären bereit, alles zu tun, nur mit der Finanzierung seien sie überfordert. Senioren sind ihnen ein wichtiges Anliegen, beide Prinzenpaare besuchen in jeder Session acht Seniorenheime.

 Und noch ein weiteres Thema beschäftigte die Narren in der Sparkassen-Arena: die Diskussion um das Kieler Stadtwappen. „Das neue Logo passt überhaupt nicht zu uns Karnevalisten und unserem Wappen, mir geht das so richtig gegen den Strich“, empörte sich Schatzmeister Otto Stilhoff.

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