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Service und Beratung unter einem Dach

CAU Kiel Service und Beratung unter einem Dach

Ob Prüfungsangst, Probleme mit der Studienfinanzierung oder Lernstörungen – jeder Studierende hat jetzt in Kiel die Möglichkeit, Hilfe und Antworten auf vielfältige Fragen unter einem Dach zu finden. Das Studentenwerk Schleswig-Holstein  eröffnete vor kurzem in der Mensa 2 der CAU Kiel ein Beratungszentrum.

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Das Land unterstützte die Einrichtung der neuen Büros von Johanna Müller, Laurin Schaefgen und Marlin Lamontain (re.) mit 70 000 Euro.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Hier, im Erdgeschoss der Leibnizstraße 12-14, finden die Studierenden in den neuen und frisch renovierten Räumen einen leichteren Zugang zu vielfältigen Informationen und gezielte Unterstützung bei wirtschaftlichen, sozialen und psychologischen Fragen. Seit 30 Jahren bietet das Studentenwerk Schleswig-Holstein neben preiswertem Essen in den Mensen und günstigem Wohnen in den Heimen auch eine kostenlose, vertrauliche und hochschulunabhängigen Beratung an.

 Doch manches hat sich gewaltig geändert. Von Jahr zu Jahr stieg der Bedarf an Hilfe, Service und professionellem Rat: Zum einen, weil die Studierendenzahlen wachsen und die Studierenden heterogener sind, zum anderen aber auch, weil die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge zu einer höheren Prüfungsbelastung führte. 2011 schreckte ein Umfrageergebnis (Hisbus-online) die Hochschulen auf: Demnach fühlen sich 68 Prozent der Bachelor-Studierenden durch das Studium gestresst und belastet, fast die Hälfte gar im Studium beeinträchtigt.

 Die steigende Nachfrage schlägt sich auch in den Zahlenreihen nieder, die Abteilungsleiterin Marlen Lamontain vorlegt: Seit 2006 klettern die Statistiken über Beratungsgespräche fast ununterbrochen nach oben. Im Vorjahr suchten 382 Kieler Studierende die psychologische Beratungsstelle auf. Die Hauptgründe für Erstgespräche seien Prüfungsangst, Identitäts- und Selbstwertprobleme, Arbeits- und Lernstörungen sowie Probleme der Arbeitsorganisation und des Zeitmanagements, berichtet Psychologe Laurin Schaefgen: „Die meisten neigen dazu, sich die Studienpläne zu voll zu machen und sich irgendwann dann ganz zu verabschieden.“

 Im neuen Beratungszentrum stehen den Studierenden acht Mitarbeiter nach vorheriger Terminabsprache per Telefon oder Mail zur Verfügung. Dazu gehört auch Johanna Müller. Sie ist die Ansprechpartnerin, wenn es um gesetzliche Regelungen und finanzielle Ansprüche für Studierende geht: Jobben neben dem Studium, Bafög, Sozialleistungen oder Studieren mit Kind – etwa 600 Kontakte, davon 500 ausführliche Beratungsgespräche, listete die Sozialberatung für 2014 auf. Das Studentenwerk spricht zwar davon, den „aktuellen Trend der steigenden Verschuldung nach dem Studium“ mit Aufklärung entgegenwirken zu können. Doch während des Studiums kommen vor allem viele internationale Studierende nicht ohne Jobs über die Runden, etliche Kieler Hochschüler müssen sich ihr Studium über Kredite finanzieren. Das Studentenwerk Schleswig-Holstein vermittelte im Vorjahr 58 Kreditverträge (Kreditanstalt für Wiederaufbau/KfW) für Monatsbetrag von etwa 500 Euro im Schnitt.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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