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"Elterntaxis" helfen nicht

Sicherer Schulweg "Elterntaxis" helfen nicht

Das entspannte Leben von Kindern und Jugendlichen ohne Stundenplan und Hausaufgaben geht mit Schuljahresbeginn zu Ende. Das Deutsche Kinderhilfswerk, der Landeselternbeirat und der Verkehrsclub Deutschland appellieren an die Eltern, ihre Kinder möglichst nicht mit dem Auto zur Schule zu bringen.

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Gerade Grundschüler und Kinder, die kommende Woche eingeschult werden und den Verkehr in der Regel nur schlecht einschätzen können, sind gefährdet. Dazu tragen auch Elterntaxis bei.

Quelle: dpa

Kiel. „Es gibt meist keinen Grund, Kinder morgens mit dem Auto in die Schule zu chauffieren“, erklärte die Expertin für Spiel und Bewegung des Kinderhilfswerks, Claudia Neumann. Vielmehr sollten Eltern ihre Kinder zu Fuß begleiten oder sie in Laufgemeinschaften selbstständig losziehen lassen. Aus ihrer Sicht gefährdeten Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, deren Mitschüler. „Hektisch geparkte Autos erzeugen für Kinder unübersichtliche Situationen.“

Auch die Verkehrswacht und die Elternvertretung im Land kritisieren, dass immer mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren. Parkplätze seien knapp, viele Eltern in Zeitnot und Hektik. Gefährliche Fahrmanöver seien da keine Seltenheit. Riskant sei das vor allem für Grundschüler und Kinder, die kommende Woche eingeschult werden und den Verkehr in der Regel nur schlecht einschätzen könnten.

Verbotswidrig vor Schulen parken wird geahndet

Damit es dazu möglichst nicht kommt, wird die Kieler Polizei zum Schuljahresstart vor Schulen in Kiel sowie im Umland „verstärkt präsent sein“, erklärt Sprecher Matthias Arends. Die Beamten wollten Autofahrer so zu einer gemäßigten und rücksichtsvollen Fahrweise veranlassen – auch mit Hilfe von Tempomessungen. Wer zu schnell fährt, verbotswidrig vor Schulen hält oder parkt, müsse mit einem Verwarnungsgeld oder damit rechnen, dass sein Fahrzeug abgeschleppt wird.

Vermehrte Achtsamkeit von Autofahrern ist in den kommenden Wochen auch nötig. Allein in Kiel werden 1966 Kinder in erste Klassen eingeschult (ohne Privatschulen), 1726 wechseln von Grundschulen auf Gymnasien (814 oder 46,4 Prozent) oder auf Gemeinschaftsschulen (912, 51,9 Prozent).

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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